16.

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Andreas Gryphius: 16. (1640)

1
Ach grosser Gott! Ach Trost der gantzen Welt/
2
Der in uns wirckt/ und Abba ruffen lehret/
3
Durch den uns Gott unendlich seufftzen höret/
4
Ach tröste/ wenn der Menschen Trost verfällt.
5
Erquicke mich wenn meiner Glieder Zelt
6
Entspannet wird; indem sich Hitze mehret/
7
Und Todes-Angst den matten Geist versehret/
8
Und Ewigkeit uns auf die Wage stellt.
9
Ach zeige mir/ daß Gott mich vor sein Kind geschätzet/
10
Daß Christus unser Fleisch auf diesen Thron versetzet/
11
Von dem er über Tod und Leben Urtheil hegt/
12
Ach Herr/ damit ich nichts mit dieser Welt verliehre/
13
Daß mich ein Augenblick in stete Wollust führe/
14
Gib daß ich sey bereit/ wenn meine Stunde schlägt.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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