33.

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Andreas Gryphius: 33. (1640)

1
Welt rühme was du wilt! ich muß die Trübsal preisen/
2
Die Trübsal die vns lehrt; voll sanffter Sinnen seyn.
3
Wenn aller Plitzen Macht fällt häuffig bey vns eyn/
4
Wen schier die Seele gantz wil auß dem Leibe reisen/
5
Wenn vns die Feinde nichts als Flamm' vnd Räder weisen/
6
Denn schaut ein stiller Geist recht mitten in der Pein/
7
Wie die/ die Gott erkist nicht ewig stehn allein/
8
Vnd wie er sie nicht stäts mit Tränen pflegt zu speisen.
9
Wer denn deß Höchsten Treu einmal in Angst erfährt/
10
Hofft iede zeit auff Hülff/ ob gleich der Jammer wehrt/
11
Ob gleich das Schwerdt entblöst/ ob gleich der Holtzstoß brennet.
12
Wer fest in vnfall hofft/ hat/ wenn er frey/ betracht/
13
Das Hoffnung nimmermehr den Geist zu schanden macht/
14
Den Geist/ den keine Furcht/ noch Lust von Gott abtrennet.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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