31.

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Andreas Gryphius: 31. (1640)

1
O Selig wer recht arm auff Christum einig trauet!
2
Sein ist der Himmel reich! O selig dessen Muth
3
Vol sanffter Geister ligt! sein ist der Erden Gutt.
4
O selig dem hier stets vor schweren Straffen grauet/
5
Der nichts als klagen kan! Gott der sein Elend schauet/
6
Wischt endlich von ihm ab die herbe Thränen Fluth!
7
O selig den nur dürst in allem was er thut
8
Nach recht vnd heilig-seyn/ der nur auff Tugend bauet!
9
Sein Wuntsch wird reichlich voll/ O selig wehm die Noth
10
Deß Nechsten bricht durchs Hertz! fürwar es jammert Gott/
11
Gott/ den ein reiner Geist' von Angesicht wird kennen/
12
Der den so Frieden liebt sein Kind heist vnd sein Haus/
13
Dem auffschleust den man hier jagt vmb die Wahrheit auß/
14
Der die man alhier schlegt/ vnd schmäht/ wird selig nennen.

(Haider, Thomas: Deutsches Lyrik Korpus (DLK) v5.0, 2022. Ursprünglich von Editura GmbH & Co. KG (Digitale Bibliothek) digitalisiert, vom TextGrid-Verbund erworben und angereichert; als DLK-Ausgabe bearbeitet und kuratiert. Lizenz: Verbreitet unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International Lizenz (CC BY-SA 4.0). Änderungen: Textkorrekturen, Anreicherung mit Metadaten und Textannotationen sowie Konvertierung durch Textopus.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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