Das freye Mädgen. Aus dem Frantzösis

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Johann Georg Gressel: Das freye Mädgen. Aus dem Frantzösis (1716)

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Mit einer Jungferschafft war ich vor dem begabt/
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Und dieses war der Schatz von meiner Eltern Sparen
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Allein jetzt hab ich nichts von dem was ich gehabt
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Mein kleines Erbtheil hat die Endschafft schon erfahren.
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Doch
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Damit der Männer Sinn wenn wir von funffzehn Jahren
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Denn dieses Mädgen fort wie eine Närrinn trabt/
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Daß seine Jungferschafft noch länger will verwahren.

(Celander [i. e. Gressel, Johann Georg]: Verliebte-Galante/ Sinn-Vermischte und Grab-Gedichte. Hamburg u. a., 1716.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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