In Reverendi Clariss. Doctissimiq; Domini M. Pauli Gryphii

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Andreas Gryphius: In Reverendi Clariss. Doctissimiq; Domini M. Pauli Gryphii (1640)

1
Der Eyvers voll von Gott stets Tag vnd Nacht gelehret;
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Dehn Christus selbst erleucht; den Gottes Geist regirt/
3
Der Christi Schäfflin hat auff grüne Weid geführt/
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(dem man das Hertz mit Angst/ das Gutt mit Fewr versehret/
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Dẽ keiner Feinde glimpff noch schnauber je verkehret/
6
Den wahre Tugend hat mit Trost im Creutz gerührt/
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Der einig nur gelehrt/ als seiner Lehr gebührt/
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Den Weißheit Ihr erkiest/ den Svada hoch verehret/
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Den hat der Feinde Grim ins Elend hin verjagt!
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Ins Elend? Ey nicht so! wer sich auff diesen wagt/
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Der diß sehr grosse Rundt der Erden auffgewabet/
12
Muß finden seine stät/ vnnd wo diß Hauß zu klein/
13
Das Vieh vnd Menschen trägt/ in dem wir alle sein/
14
So ist des Himmels-Schloß/ da man sich sicher trawet.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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