Tumulus Fœminaæ Annæ Erhardinæ Matris dulcissimæ

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Andreas Gryphius: Tumulus Fœminaæ Annæ Erhardinæ Matris dulcissimæ (1640)

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Ach schönste Tugendblum/ an der man konte schawen
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Was Gott recht fürchten hieß/ was Trew vnd Heilig seyn!
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O Spiegel der Gedult/ durchs Creutz poliert rein!
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O Andacht volle Rooß/ Cron aller keuschen Frawen!
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Ach hat Euch denn die Seenß des Todes weggehawen/
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Im Mittag ewrer Zeit! vnnd vnter diesen Stein/
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(durch Schwindsucht gãtz verwelckt/ verdorrt ins Federspein)
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Verborgen! freylich ja/ Gott wolt Euch nicht mehr trawen
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Hienieden/ sondern hat Euch eilend weggerafft/
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Kurtz eh denn er die Welt mit harter Angst gestrafft:
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Jtzt seht Ihr Christum selbst mit süsser Frewd vmbfangen!
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Vnd seine Herligkeit/ wir sehn Fewr/ Mord/ vnd Schwerd/
13
O Mutter/ Ihr seid Euch gar eben von der Erd/
14
Mir aber gar zu früh/ ach gar zu früh/ entgangen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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