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Was wird Elisabeth, der Britten Schönheit sagen,
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Da sich ein unbekannt und ihr ganz fremdes Blat,
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So unvermuthet will zu ihren Händen wagen,
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Die schon Basilowitz im Geist geküsset hat?
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Verwundre dich nur nicht, du Preis der Königinnen,
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Laß meinen Antrag dir nur nicht befremdend seyn.
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Die Liebe läßt mich hier nichts strafbares beginnen:
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Ich räume dir den Thron zusammt dem Herzen ein.
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Der Ruf, der sich von dir, und deinen Trefflichkeiten,
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In ieden Theil der Welt, vollkommne Fürstinn, schwingt,
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Macht daß sein heller Schall zugleich auch mit von weiten
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Durch Moskaus Grenzen eilt, zu meinen Throne dringt.
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Man rühmt mir hier und dar dein unvergleichlich Wesen,
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Man schildert mir dein Bild mit solchen Farben für,
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Als ließ es unsre Welt das achte Wunder lesen,
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Als wär, o Königinn, was Göttliches an dir.
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Dies ist schon mächtig gnug in Unruh mich zu setzen,
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Dies martert meinen Geist, den Durst und Sehnsucht quält;
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Die Seele wünschet sich an dir nur zu ergetzen,
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Die schwühle Tage spürt, und lange Nächte zehlt.
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So weit du must von mir, entfernte Schöne, sitzen,
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So nahe seh ich dich doch stündlich vor mir stehn.
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Ich seh dich oft im Traum, ein Siegeszeichen schnitzen,
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Mit dem du mir bereits entgegen scheinst zu gehn.
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Was Wunder? wenn ich dir mein Leiden muß entdecken,
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Und du mein Herze findst in dieses Blat gelegt?
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Du darfst Elisabeth, darüber nicht erschrecken,
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Weil ein zu starker Trieb mir Hand und Feder regt.
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Ists möglich? hör ich dich bereits im voraus fragen,
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Der Moschen Großfürst beut sich mir zu eigen an?
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Der doch, wie alle Welt mit mir zu gleich wird sagen,
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Sein Herz, das längst verschenkt, nun nicht mehr theilen kann.
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Sitzt nicht ein Ehgemal ihm wirklich schon zur Seiten,
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Das seiner Liebe Brand durch Gegenliebe stillt;
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Zu was für Thorheit will ihn denn sein Trieb verleiten,
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Aus dem so sträfliche und tolle Sehnsucht quillt?
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Doch laß dich dieses nicht, o Fürstinn, irrig machen.
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Wer in die Sonne sieht, acht kein Gestirne nicht.
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Wo Ros und Lilien uns in die Augen lachen,
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Da weist du daß man nicht verwelkte Nelken bricht.
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Ihr Scheidebrief liegt schon bereit und abgeschrieben,
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Die Zelle mag ihr Thron, ein Buch ihr Ivan seyn.
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Basilowitz kann sie hinfüro nicht mehr lieben;
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Dir, unvergleichliche schenkt er sein Herz allein.
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Mein grosses Fürstenthum, von dessen Breit und Länge
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Die Grenzen man kaum weis, geb ich mit frohem Sinn,
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Denn es ist meinem Geist nunmehr zu bang und enge,
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An meinen Prinz, allein um deinet willen hin.
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Ein süsser Kuß von dir den ich im Geist schon schmecke,
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Vergnügt mich wahrlich mehr, als sonst ein Kayserthum;
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Auf! lösche meinen Brand, den ich dir hier entdecke;
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Dein Ja heilt meinen Schmerz, du bleibst mein Eigenthum.
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Ach! laß mich dies nur bald, gekrönte Schöne, lesen,
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Wirf deinen Scepter hin, und greif nach Kiel und Blat:
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Sag ob mein Antrag dir auch angenehm gewesen,
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Und ob der Russen Haupt dein Herz besieget hat.
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Ich will, so bald mich dies wird deine Zuschrift lehren,
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Dem Dwina mich vertraun, und unter Seegel gehn,
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Dem prächtigen Pallast mein Antlitz zu zu kehren,
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In dessen Mauren man sieht Englands Gottheit stehn.
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Die Sehnsucht treibet mich, ich soll das Ufer suchen,
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Spannt ihr Matrosen nur die vollen Segel auf.
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Neptunus wird mir nicht bey meiner Liebe fluchen
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Sein Beystand, hoff ich fest, verkürzet meinen Lauf.
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O Thetis! sey mir hold! erbarmt euch ihr Najaden,
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Klärt Luft und Wolken auf, macht meine Fahrt beglückt,
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Damit Basilowitz der Last sich mag entladen,
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Die sein entflammtes Herz, wie schwere Zentner drückt.
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Laßt Donner, Blitz und Sturm in Nereus Tiefen schlafen,
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Weist Wellen und Orcan nach andern Seen hin.
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So dann erreich ich bald den längst gewünschten Hafen,
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So küß ich ganz entzückt dich schönste Königinn.