So muß ich denn schon abermal

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Christiana Mariana von Ziegler: So muß ich denn schon abermal Titel entspricht 1. Vers(1727)

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So muß ich denn schon abermal
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Das Spiel so matter Sayten rühren?
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Wohin wird Phöbus Augenstral
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Und Wink mich doch zuletzt noch führen?
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Itzt soll ich unserm Götterhayn
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Dem sich die stillen Musen weyhn,
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Mit aller Macht den Rücken zeigen,
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Und ganz nach einen andern Ort,
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Wohin? noch Richmonts Felder dort
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Den muntern Blick bewundernd neigen.

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Wo bin ich? Sagt Gefehrten mir,
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Sagt, steht ihr nicht zugleich entzücket,
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Indem ihr dieses Lustrevier
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Und dessen Herrlichkeit erblicket?
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Welch ungemein und seltne Pracht
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Die uns verwirrt, erstaunend macht,
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Glänzt dort aus dem belaubten Bogen
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Der stolzen Grotte, deren Sitz
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Des Künstlers Hand, des Meisters Witz
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Mit Moos und Muschelwerk umzogen?

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Laßt Musen uns dies Heiligthum
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Mit rechter Ehrfurcht doch beschauen.
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Wer ists, zu dessen hohem Ruhm
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Man läßt dies Grottenwerk erbauen?
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Welch schöner Anblick! seht ihr nicht,
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Wie hier das halbgebrochne Licht
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Den bunten Schmuck der Wände mahlet?
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Wie jener Säulen Trefflichkeit,
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Die man berühmten Männern weyht,
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Auch durch die dunkeln Schatten strahlet?

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Verblendet mich nicht jener Schein,
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So kann man aus den Zügen spühren
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Wer diese Bilder sollen seyn,
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So die bebüschte Höhle zieren.
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Hier ist ja Newton aufgestellt,
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Dem Wollaston sich zugesellt,
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Dort seht ihr Clark und Locken schimmern.
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Ists möglich, daß so Kunst als Fleiß
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So lebhaft, so natürlich weis
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Aus todtem Stein ein Bild zu zimmern?

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Wo ist der Held, der nach der Gruft
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Bereits entschlafner Weisen blicket,
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Und die Erinnrungswerthe Kluft
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Noch mit derselben Bildern schmücket?
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Steht nach so langer Zeiten Lauf
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Ein Römischer Augustus auf,
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Der Kunst und Wissen hochgeschätzet,
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Und klugen Geistern hier und dar,
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Weil er selbst deren Kenner war,
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So manches Ehrenmahl gesetzet?

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Nein, einer holden Fürstin Hand
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Läßt sich allhier geschäftig finden,
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Und will, von edlem Trieb entbrannt,
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Der Weisheit Ruhm auf ewig gründen.
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Hier baut der Britten Königin
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Sophien selbst ein Denkmal hin;
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Der Pallas einen neuen Tempel,
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Den Sie mit Bildern unterstützt,
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Aus deren Antlitz Klugheit blitzt;
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O wunderwürdiges Exempel!

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Dies ist der Ort, den Sie erwählt,
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So oft Sie sich dem Hof entziehet,
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Und die vergnügtsten Stunden zählt
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Wenn Sie der Welt Zerstreuung fliehet.
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Hier suchet Caroline Ruh,
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Und hört im Geist den Weisen zu,
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Die zu der Fürstin Seite stehen;
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Da dünket Ihr als hörte Sie
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Vom Munde der Philosophie
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Noch manche hohe Lehren gehen.

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Durchlauchtste Heldin! merkst Du nicht?
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Europa preiset dein Beginnen.
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Vernimm doch, was Minerva spricht,
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Zu Dir, Du Preis der Königinnen:
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Dein Volk sieht mit Erstaunen an,
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Wie dieser Ort Dich reizen kann,
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Indem Dich Thron und Burg vermissen;
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An deren statt Gebüsch und Moos
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Die Majestet in seiner Schooß
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Vergnügt soll eingeschlossen wissen.

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Was muß die späte Welt einmal
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Zu deinem Thun, o Fürstin! sprechen?
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Dies wahrlich kann und wird den Strahl
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Von deiner Hoheit gar nicht schwächen.
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Hier, wo das Licht dem Schatten weicht,
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Und einer Morgendämmrung gleicht,
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Aus diesen hochgewölbten Zimmern
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Wornach sich aller Auge dreht,
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Sieht man den Glanz der Majestet
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Gewiß am allerstärksten schimmern.

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Laß seyn, daß in Aegyptenland
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Die stolzen Pyramiden prangten,
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Als deren Spitzen, wie bekannt,
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Den Kreis der obern Luft erlangten;
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Es mag die Welt des Grabes Pracht,
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Das Mausols Asche kenntlich macht,
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Mit zu den sieben Wundern nehmen;
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Man stelle Sonnenpfeiler aus;
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Dies sonderbare Grottenhaus
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Kann alle diese leicht beschämen.

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Ihr edlen Geister, die ihr euch
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Der untern Welt schon längst entzogen,
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Und hier aus der Gelehrten Reich
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Zu jenen Sternen seyd geflogen;
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Versenkte Körper, eilt herbey;
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Brecht Riegel, Nied und Band entzwey,
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Laßt Särg und Gräber offen stehen,
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Kommt kluge Britten, folget mir,
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Ihr alle viere sollet hier
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In die bemooste Höle gehen.

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Kommt her, und tretet nur herein,
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Und seht wie hoch hat man euch geehret!
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Ihr stutzt! wie hat ein todter Stein
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Den muntern Blick so bald verkehret?
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Jedoch, erstaunt nur immer nicht,
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Indem ihr euer Angesicht
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An diesen Bildersäulen schauet;
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Wer ist des Werkes Stifterin?
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Wißt, eure grosse Königin
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Hat euch dies Denckmal aufgebauet.

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O hochgepriesne Frauenhand
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Die euch läßt diesen Tempel setzen!
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Euch muste zwar ganz Engelland
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Mit Recht vor weise Männer schätzen;
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Man ehrt noch immer euren Kiel,
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Der ihm und aller Welt gefiel;
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Jedoch den Ruhm so kluger Schriften
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Krönt nunmehr die Unsterblichkeit:
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Denn Carolinens Seltenheit
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Entzieht ihn der Verwesung Grüften.

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Ihr Freunde, die ihr insgesammt
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Euch edlen Wissenschaften weyhet,
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Und von der Ehrsucht angeflammt
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Minerven täglich Opfer streuet;
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Verdoppelt Eifer, Müh und Fleiß!
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Was gleicht wohl diesem hohen Preis,
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Wenn gar gesalbte Königinnen
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Eur Wissen rühret und ergötzt,
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Und man euch solch ein Denkmal ätzt?
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Ist wohl was grössers auszusinnen?

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christiana Mariana von Ziegler
(16951760)

* 28.06.1695 in Leipzig, † 01.05.1760 in Frankfurt (Oder)

weiblich, geb. Ziegler

deutsche Schriftstellerin

(Aus: Wikidata.org)

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