J rdisches V ergnügen in GOTT . F ünfter T heil

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Barthold Heinrich Brockes: J rdisches V ergnügen in GOTT . F ünfter T heil (1736)

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Dieß zeiget Stoltz und Eigen-Liebe. Aus diesen schwar-
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tzen Qvellen fliessen
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Ein störrig, wiedersinnig Wesen, zum Guten Trägheit,
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keine Triebe
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Von einer holden, kindlichen, mit Freundlichkeit vermisch-
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ten Liebe,
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Wodurch denn gegen unsern Nächsten auch Haß und Bit-
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terkeit entspriessen.
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Man weis von keiner Furcht für GOtt, als einer Knechti-
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schen; man wühlt
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Jm Neid’ und Geitz beständig fort, weil man sonst kein
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Vergnügen fühlt.
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Nun stelle dir zwo Seelen für, gantz von einander unter-
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schieden,
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Die eine frölich, freundlich, fromm; die andre nimmer
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recht zu frieden,
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Stets murrisch, störrig, grämlich, traurig. Die eine
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Seele zeigt in allen
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Erkänntlichkeit, Danck, Liebe, Sanftmuth, Vergnügen
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und Gelassenheit;
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Die andere Misvergnügen, Unmuth, Gram, Wieder-
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willen, Bitterkeit;
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Sprich selber welche solte dem, der alle beid’, in dieser
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Zeit,
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Zu seiner Ehr’, in seinen Wercken vergnügen wolte, doch
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gefallen?
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Entsteht nun aus der Nicht-Erkänntniß so vieler uns ge-
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schenckten Gaben
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Und aus den nicht erwognen Wundern, die wir hier zu
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betrachten haben,

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Barthold Heinrich Brockes
(16801747)

* 22.09.1680 in Hamburg, † 16.01.1747 in Hamburg

männlich, geb. Brockes

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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