J rdisches V ergnügen in GOTT . F ünfter T heil

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Barthold Heinrich Brockes: J rdisches V ergnügen in GOTT . F ünfter T heil (1736)

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Ja würdigt man so viele Gaben, die er allein uns doch
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geschencket,
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Daß, im bedachtsamen Genuß, man ihr sich freut und sein
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gedencket?
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Treibt uns noch die Gewohnheit einst, wie oder die Religion
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Zum Dancken, ist es kalt und kurtz; man höret keinen
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andern Thon,
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Als etwan: Höchster, dir sey danck! da wir doch, wenn
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wir etwan beten,
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Mit vielen ausgesuchten Worten beredt genug zur GOtt-
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heit treten,
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Mit vielen Wiederhohlungen, was GOtt doch weiß, von
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ihm verlangen,
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Wovon man bald des Dancks vergißt, so bald wir es von
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ihm empfangen.
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Dadurch nun daß wir GOttes Gaben nicht würdigen, sie
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zu ermessen,
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Einfolglich, nie darob erfreuet, des mehr als schuld’gen
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Dancks vergessen,
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Entsteht in unserm gantzen Wesen durch unser’ Unem-
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pfindlichkeit
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Ein murrisch, unvergnügt Gemüthe, Verdruß und Unzu-
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friedenheit,
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Auch dann, wann wir im Glücke sitzen, und dieß entstehet
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blos allein
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Daraus, daß wir auf GOttes Wercke so gar unbillig-
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achtlos seyn.
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Der Schöpfer wird im Werck verachtet, man ehrt nicht
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Gott, sich selber nur,

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Barthold Heinrich Brockes
(16801747)

* 22.09.1680 in Hamburg, † 16.01.1747 in Hamburg

männlich, geb. Brockes

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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