J rdisches V ergnügen in GOTT . F ünfter T heil

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Barthold Heinrich Brockes: J rdisches V ergnügen in GOTT . F ünfter T heil (1736)

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Die noch ein ander Blatt,
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Das von des Ueberflusses Horn
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Die eigentliche Bildung hat,
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Erblicken läßt,
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In dessen äusserm Theil, wo sich das Hörnchen windet,
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Man eine Süßigkeit gesammlet findet.
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Dieß hohle Blättchen, das am rothen Stengel fest,
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Scheint nicht allein mit seiner grünen Spitzen
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Der breiten Blätter Par zu stützen;
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Es faßt es recht, als wie in einer holen Schalen,
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In welcher die Natur
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Noch eine zierliche Figur,
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Ein güldnes Hertz, zu mahlen
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Sich stets beschäftiget.
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Dieß Hertzgen so dieß hohle Blätgen schmückt,
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Wird durch die Oefnungen der Blättergen erblickt,
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Die, wie gesagt, so sonderlich formirt.
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An aller dieser Blätter Fuß
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Sieht man ein grünes Kölbgen sitzen,
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Deß ich annoch erwehnen muß.
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Dieß ist von länglichter Figur,
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Und hat viel tausend weisse Spitzen.
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Hier hat die sich erhaltende Natur
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Den Schatz des Saamens eingeleget,
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Den es nicht nur, als ein Behälter, heget,
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Nein den es gar, so bald der Saame reifft,
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Indem es sich so dann sehr schnell zusammen streifft,
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Recht als mit einem Schuß gewaltig von sich streuet,
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Daß jedermann
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Sich nicht genug darob verwundern kann,
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Und, wenn ers recht erwegt, mit Recht sich drüber freuet:

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Barthold Heinrich Brockes
(16801747)

* 22.09.1680 in Hamburg, † 16.01.1747 in Hamburg

männlich, geb. Brockes

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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