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Quell des Lichts und aller Wonne!
”Lebens Ursprung! helle Sonne!
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„du läß’t alles, was auf Erden,
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„warm und licht und fruchtbar werden;
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„sollte denn dein Lebens-Schein
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„nicht die wahre GOttheit
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Es würd’ ein Perser so zu sprechen
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Allein die Sonne selbst, indem sie uns verläßt,
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Zeigt, daß sie solchen Ruhm nicht könn’ ertragen.
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Sie setzet diese Wahrheit fest,
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Ja scheinet, wenn sie weicht, uns gleichsam dieß zu sagen:
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Laß, liebster Mensch, doch meine Pracht und Zier,
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So wie dein leiblich Auge, dir
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Nicht auch dein Seelen Auge blenden!
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Wär’ ich ein GOtt; wie könnte sich
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Mein Glantz entfernen, und ich mich,
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Gehemmt von etwas, weg- und abwärts wenden,
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Allein, wilt du die GOttheit sehn,
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Und seine Grösse kennen lernen;
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So kann es zwar durch mich geschehn,
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Doch muß ich mich so dann entfernen.
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Jhr alle könnt durch mich, in seinen Creaturen,
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Vom grossen Schöpfer, helle Spuren;
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Doch ohne mich von ihm noch grössre, sehn.
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So bald durch eurer Erde drehn,
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Jhr mich verliert, und ich für euch verschwunden;
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So wird ins Luft-Raums tieffem Meer
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Ein unzuzehlend Sonnen-Heer,
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An meiner statt, von euch gefunden,
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Von welchen ihr, sollt’ ich mit meinem Schein
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Bey euch stets gegenwärtig seyn,
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Und immer bey euch leuchten müssen,
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Nicht das Geringste würdet wissen.
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Hier schwindet meiner GOttheit Glantz,
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Bey Millionen Sonnen gantz.
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Die wahre GOttheit zeiget sich
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In dieser Schaar hingegen sichtbarlich.
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In keinen würdigern Jdeen,
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Kann euer Geist ein Bild der wahren GOttheit sehen,
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Als in dem ew’gen Geist, der eine solche Zahl,
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Die nicht zu zehlen ist, von Sonnen schaft, regieret
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Und noch ein grösser Heer von Welten um sie führet.
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So deucht mich daß, zu ihres Schöpfers Ehre,
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Ich, wenn sie untergeht, die Sonne reden höre.
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Ach, laßt uns ihre Red’ uns ins Gedächtnis prägen,
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Und, wenn wir in der Nacht der Sterne Schaaren sehn,
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Den HErrn der Schaaren doch erhöhn,
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Und, wenn wir unsern Blick ins Himmels Tieffe sencken,
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Voll Ehrfurcht, Lust und Andacht dencken:
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So herrlich, als wenn wir den Glantz von seinen
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Am Firmament im Duncklen mercken.
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O Wunder! daß so gar die dicken Finsternissen
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Den HErrn des Lichts verherrlichen, erhöhn,
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Und seiner Wunder Größ’ am hellsten zeigen müssen;
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Der Tag läß’t eine Sonn, die Nacht viel tausend