Fahr fort, O Künstler, als du thust

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Simon Dach: Fahr fort, O Künstler, als du thust Titel entspricht 1. Vers(1632)

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Fahr fort, O Künstler, als du thust,
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Und streich die Geige deine Lust,
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Laß hören alle Liebligkeiten,
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Mein Hertz im Leibe hüpfft und singt
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So wie dein schneller Bogen springt
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In dem er blitzet auff den Seiten.

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Jetzt fährst du längsam vnd gelind
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Gleich wie ein Schiff mit sanfftem Wind
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Herauff kömpt in dem stillen Pregel,
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Jetzt führest du geschwindern Zug,
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Jetzt einen Adler-schnellen Flug
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Gleich wie ein Ostwind-volles Segel.

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Du hast mein Hertz in deiner Macht,
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Ich lache wird von dir gelacht,
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Vnd klage hebst du an zu klagen,
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Du brauchst zu wunderliche Zier,
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Ich warlich weis nicht was ich schier
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Sol von den süssen Strichen sagen.

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Das Holtz, das Schaf-gedärm, das Har
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So vor der kühnen Rosse war
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Kan das die Anmuht von sich geben?
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Sag ist er menschlich dein Gesang,
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Und rührt der angenehme Klang
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Zu uns herab aus jenem Leben?

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Nun laß erschallen Berg und Thal
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Durch das Geschrey der Nachtigall,
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Sie wird sich, hört sie dich, verkriechen,
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Ich laß' Amphions Künste seyn,
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Du hättest besser Holtz und Stein
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Beseelt, wenn du nur angestrichen.

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Nicht Orpheus, du du hättest vor
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Ertheilt den Felsen Sinn und Ohr
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Vnd dir zu folgen sie bewogen,
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Du hättest Brunnen, Wild und Wald
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Vnd Ströme durch geschwinden halt
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Und ungesäumt dir nachgezogen.

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Sonst prangt mit Noah Engelland,
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Mit Constantin der Seynen Rand,
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Von Schopen hab' ich viel vernommen,
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Sind Bonamente Bertaly
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Mehr Fockart, Allegrand allhie
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Mir jemals zu Gesichte kommen?

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Drümb stell' ich auch mein Vrtheil ein.
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Wo aber sie noch besser seyn,
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Wie hoch doch wird die Kunst dann steigen?
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Vor diesem trieb ich auch dieß Spil,
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Nun hör' ich dich und schweige still,
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Vnd werde nie für dir mehr geigen.

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Doch spieltest du auch noch so schön
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So wirst du durch dein Leid-Gethön
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Der Menschen Noht nicht gnug beweinen,
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Bedenck ich sie, wird Spiel und Schertz
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Mir stracks ein Eckel, und mein Hertz
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Ist bey den Seiten wie aus Steinen.

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Die schnöde Lust der Welt ist Dunst,
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Vnd schwinget so wie deine Kunst
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Nimmst du die Hand nur von der Seiten,
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Kein Ding kan in die Länge stehn,
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Gewalt und Herligheit vergehn
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Durch den geschwinden Lauff der Zeiten.

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Wie offt ich dieses auch beklagt,
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Noch dennoch, alsobald es tagt,
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So steigt mir newe Noht zu Ohren:
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Ich hör' es offt mit Thränen an,
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Die hat jhr Kind, die jhren Mann
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Vnd der sein liebstes Hertz verlohren.

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Ich schreibe von des Todes Macht
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Schier alle Stunde Tag und Nacht,
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Mein Reim-Brunn wil mir nicht mehr taugen,
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Die Adern sind fast alle leer,
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Die Hände werden mir zu schwer,
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Kein Thrän ist mehr in meinen Augen.

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Da Noht und Tod doch nie gebricht,
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Ach daß, Herr Schlieben, mein Geticht
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Auch ewer Hauß jetzt muß berühren.
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Da alles sich verhüllt in Pein,
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Gerdawen geht betrübt herein,
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Vnd Wandlack muß nur Klage führen.

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Sie ewres Hertzens Liecht vnd Krohn'
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Vnd ewrer strengen Tugend Lohn
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Wird jetzt, o Jammer! hin getragen,
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Nicht durch ein hohes Alter mat,
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Vnd dieses eiteln Lebens sat,
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Ach nein in ihren besten Tagen.

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Was hat der Edlen doch gefehlt?
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Was war vmb sie nicht ausserwehlt?
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Gebrach es jhr an thewren Ahnen,
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War jhres edlen Stammes Pracht
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Nicht was der Mond' vmb helle Nacht?
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Vnd zeigt jhr Hauß nicht Schild noch Fahnen?

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Fehlt' jhr ein Tugendhaffter Muht,
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Glück, Ehre, Lust, Gestalt vnd Gut
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Daher sie hätt' jhr Hertz gefressen?
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Nein, Gut, Geburt, Verstand vnd Stand
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Vnd alles war mit reicher Hand
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Ihr von dem Himmel zugemessen.

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Vnd, Herr, insonderheit wart ihr
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Ihr Hertz und aller Gnüge Zier,
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Gleich wie ihr Sie geliebt habt wieder,
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Wohnt' irgends Glück so wohnt es hie,
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Sie liebet' euch, ihr liebtet sie,
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Vnd dennoch fiel sie euch danieder.

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Das macht der Dinge Flucht und Fall
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Der bey den Menschen überall
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Am allermeisten Platz gewonnen.
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Seit daß sich Adam abgewand,
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Herrscht Unglück, Tod und Vnbestand
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Wo man erkennt das Liecht der Sonnen.

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Drümb thut mit klagen, Herr, gemach
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Vnd denckt dem Wort des Herren nach,
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Daraus ihr den Bericht könnt werben,
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Daß nur der Leib sich Grabwerts kehrt,
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Und derer Geist gen Himmel fährt
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Die selig und im Herren sterben.

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Von ewrer Kreitzinn senckt ihr ein
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Nur ihren Leib und ihr Gebein,
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Ihr bestes fleucht die Grabes-Höle
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Vnd schwebet bey der Frommen Schaar,
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Sie ist ohn Schmertzen immerdar
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Was anlangt ihre liebe Seele.

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Sol dieser Geist der Tugend Sal,
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Der sich so embsig Gott befahl
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Der keinem Leibe sich ergeben,
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Der auff der krancken Lagerstat
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Gott trewlich außgehalten hat,
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Nicht übrig seyn nach diesem Leben?

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Der Aertzte Fleiß und Raht war aus,
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Es hieß mit ihr: Beschick dein Hauß,
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Der Tod rafft jetz und dich von hinnen,
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Erbebte sie aus Kleinmuht? nein,
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Sie gab gedultig sich darein
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Starck an des wahren Glaubens Sinnen.

133
Des Herren Leib und theures Blut
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Ward ihrer Heimfahrt edles Gut,
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Sie hat des höchsten Hut befohlen
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Euch und die edlen Kinder auch,
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Vnd fuhr dahin nach Schlaffes brauch
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Vnd lies sich in den Himmel holen.

139
Da wohnt sie ihrem Hause bey
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Vnd hört der Engel Melodey,
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Den Herren ewig nicht verschweigen,
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Dafür die Lieder Schatten sind
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Die vnser höchster Fleiß beginnt
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Wie schön wir singen oder geigen.

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Hie ist das Reich der Eitelkeit,
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Hie herschen Unfall, Glück und Zeit,
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Dort ist Bestand und Rhu zu finden:
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Die sol nach diesem kurtzen Lauff,
149
Gott nehm' uns nur in Frieden auff,
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Vns Ihr in Ewigkeit verbinden.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Simon Dach
(16051659)

* 29.07.1605 in Klaipėda, † 15.04.1659 in Königsberg

männlich, geb. Dach

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter der Barockzeit

(Aus: Wikidata.org)

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