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Wie wir, wenn wir gebohren werden,
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Den gantzen Zustand unsrer Erden
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Schon sattsam zugerichtet finden;
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So werden wir, wenn wir erblassen,
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Sie in demselben Zustand lassen:
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Die Welt wird nicht einmahl gewahr, daß wir verschwin-
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Wie hoch, wie nöhtig wir uns schätzen;
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So finden sich, an unsrer Stelle,
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Mit neuer Kraft sich hebt und steigt,
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So bald die erste sich zum Untergange neigt)
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Doch immer neue gnug, die unsern Platz ersetzen.
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Wenn wir nun alles lassen müssen,
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Warum sind wir denn nicht geflissen,
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Den kurtzen Durchgang einzurichten,
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Jm frölichen Gebrauch der Sinnen, nach den Pflichten,
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Die der, so alles schuf, wenn man es nur bedenckt,
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Uns in die Seelen eingesenckt?
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Ob wir nun, da wir also handeln,
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Hier, wie wir wandeln solten, wandeln,
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Da wir den Wunder-Bau der Welt so wenig schätzen,
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Darüber will ich dich jetzt selbst zum Richter setzen.
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Wenn einst ein grosser Herr, zu seiner Ehre,
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Hätt’ einen Pallast aufgeführt,
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Und daß derselbige mit aller Pracht geziert,
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Und wunderschön von ihm geschmücket wäre,
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Und er erlaubet’ etwann Zween
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Des Pallasts Herrlichkeit zu sehen;
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Der eine nun bewunderte die Pracht,
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Vergnügte sich, er säh’ bald vorwerts, bald zurück,
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Es gäb’, auf jeden Schritt, sein aufgeräumter Blick
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Mit frohen Minen zu verstehn,
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Wie er die Weisheit und die Macht
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Des Herrn, der alles Wunder-schön
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Geordnet und erbaut, nicht oft gnug zu erwegen,
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Nicht gnug zu schätzen, zu verehren,
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Noch zu erhöhen wüst’, der andere hingegen
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Säh’ immer unter sich; Pracht, Ordnung, Glantz und
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Mit allem Reitz, nähm’ seinen Blick nicht ein,
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Beschäftigt’, um ein wenig Sand,
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Der auf dem Boden gläntzt, zu suchen, und die Hand
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Jhn aufzuheben, auszustrecken
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Und ihn bey Kleinigkeiten einzustecken,
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Ob es ihm gleich nicht unbekannt,
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Daß man, beym Ausgang ihm, von dieser seiner Bürde,
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Nicht das geringste lassen würde:
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Sprich du nun selber, wessen Weise,
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Den schönen Pallast durchzugehn,
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Gereicht von beiden doch am meisten dem zum Preise,
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Der ihn so herrlich auferbauet?
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Auf denn, ihr Sterblichen, die ihr hier Wandrer seid,
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Erweget, was ihr thut, besinnet euch! beschauet
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Auf eurer Wanderschaft, mit Lust, die Herrlichkeit
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Des Pallasts dieser Welt! Laßt Sand und Erde liegen
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Und sucht das Würdigste die Seele zu vergnügen.