[ihr Schatten in der stillen Nacht]

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Simon Dach: [ihr Schatten in der stillen Nacht] (1632)

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Ihr Schatten in der stillen Nacht,
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Die jhr vieleicht an wilder Schlacht
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Noch, wie im Leben, tragt Gefallen
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Vnd gern seht, wenn das Todten-Meer
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Vermehrt durch Helden ewer Heer
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Die hie berühmt gewest für allen:

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Jetzt schicken wir euch durch den Tod
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Den hochverdienten Wallenrodt,
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Den edlen Mann zwar durch die Ahnen
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Durch Krieges-Thaten aber mehr,
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Der einig suchte Ruhm vnd Ehr
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Im Streit der Blutig-rohten Fahnen.

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Seyd froh vnd nehmt Ihn zu euch ein,
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Lasst jhn euch hoch willkommen seyn.
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Geht daß jhm werde Platz gegeben
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Wo Hercules vnd Theseus sind,
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Vnd wo Philippus grosses Kind,
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Pericles vnd Pompejus schweben.

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Was? gebt jhm eine Stell' allhie
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Wo sich zum Samen Isai,
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Dem Schild vnd Scepter der Ebreer,
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Die Schar der Gottes-Helden thut,
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Voraus die jhr gabt ewer Blut
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Für das Gesetz, jhr Asmoneer.

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Er wird in einer langen Reih'
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Euch seiner strengen Waffen Trew
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Verdienst vnd hohen Fleiß erzehlen,
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Vnd welches zu beschreiben dir,
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O Maro, es an Kunst vnd Zier
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Vnd schönen Worten möchte fehlen.

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Wird sprechen: stracks von Jugend auff
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Enthielte mich der Tugend Lauff,
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Ich war noch kaum von sechszehn Jahren,
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Als mich die Krieges-Lust schon fieng,
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Vnd, wo noch spielte, stund vnd gieng,
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Nur Lantz vnd Helm mein Leben waren.

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Der Trummel-Schlag, das Feld-Geschrey
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War meine liebste Melodey.
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Mein Hertz im Leibe pflag zu springen
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Sah ich ein Ritterliches Pferd,
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Mein Leit-Gestirn ein blanckes Schwerd,
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Vnd hört ich wo die Kugeln singen.

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Mein Preussen vnd mein Vater-Gut
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War ein Gefängniß meinem Muth,
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Ich sagte: gute Nacht, o Pregel!
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Du leschest doch nicht meinen Brand,
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Nimm du mich auff, o Niederland,
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Dir eil ich zu mit vollem Segel.

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So kam ich in der Waffen Feld.
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Ich sah' in ordnung die Gezelt'
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Vnd den beschlossnen Feind von fernen,
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Ein jedes Heer verschantzte sich,
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Dieß, sprach ich: ist ein Thun vor dich,
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Hie kan dein Fleiß was guttes lernen.

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Graff Wilhelm der Nassawen Liecht
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Verwarff auch meine Jugend nicht,
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Ich stracks versprech jhm Trew vnd Glauben,
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Vnd rüste mich darauff zum Streit,
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Verwahre mit dem Schwerd die Seit,
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Das Haupt mit einer Bickel-hauben.

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Versehe meine Wache wol,
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Bin niemals süssen Weines voll,
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Halt alles eben vnd gelegen,
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Von Lüsten arm, von Mangel reich,
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Für keiner Noht noch Arbeit bleich,
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Vnd ohn verdruß in Kält vnd Regen.

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Wie manches mahl hab' ich gewacht
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Durch alle Stunden in der Nacht
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Mit Mond und Sternen vmb die Wette,
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Vnd schlieff ich denn noch einmahl ein,
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So war mein Pfül ein harter Stein,
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Der Wolcken Kleid mein Ober-Bette.

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Mein Spiel war alles was sonst kränckt,
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Oftt hat die Pfütze mich getränckt,
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Was Hitz vnd Frost hab ich erlitten,
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Was Vngemach, Gefahr vnd Müh,
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In dem ich mit dem Hunger hie
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Vnd mit dem Feinde dort gestritten.

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Schon dazumahl hat meine Hand
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So manche Seel' hieher gesand,
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Biß daß fünff Jahr' herumb sind kommen,
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Da hat der Feld-Herr meiner war
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Vnd mich von meiner alten Schar
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In seine Leib-Hut auffgenommen.

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Auch Friedrich Heinrich, deine Zier,
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Oranien, merckte was an mir,
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Warumb ich wäre zu erheben,
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Hertzogen Busch hat meinen Fleiß
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Auff sein' Erkäntnis beydes Preiß
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Vnd höhern Ehren-Platz gegeben.

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Da ließ ich meine Mannheit sehn,
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Was Heil durch meine Faust geschehn,
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Wird nicht Breda noch Mastrich schweigen:
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Ich lasse Groll von diesem gantz
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Steinbergen, Remberg, Schencken-Schantz
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Vnd mehr Belägerungen zeugen.

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Wo laß ich, Philippine dich?
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Wo deine Wercke seyn, die ich
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Mit eusserster Gefahr bestiegen?
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Von dannen ich mich bey der Nacht
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Selbs dritter kam zurück gebracht,
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Die andern musten all' erliegen?

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So daß sich über dieser That
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Der Printz auch selbs entsetzet hat
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Vnd mir nicht schlechten Danck erwiesen,
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Vnd seiner werthen Helden Zier
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Hat diese Tapfferkeit an mir
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Vor allem Krieges-Heer gepriesen.

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Es hatte dieser Tugend Brand
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Mir etwas hohes zugewand,
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Die Satzung fehlt' in diesem Glücke:
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Mein Churfürst Görge Wilhelm hört,
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Daß mich die Kunst der Waffen ehrt,
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Er rufft mir, so komm ich zurücke.

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Nach solcher Zeit hat meiner Stärck'
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Vnd Wissenschafft erst Oderberg
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Vnd nachmals Franckfurt viel zu dancken,
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Die Oder weis vmbher Bescheid,
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Wie ich den Feind durch manchen Streit
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Getrieben hab in enge Schrancken.

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Biß Friedrich Wilhelm unser Pracht
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Mich in mein Vaterland gebracht
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Vnd gantzes Preussen mir vertrawet,
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Vnd giebt Oletzky mir auch ein,
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Auff diesem Grentzhaus' Häupt zu seyn
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Das jetzt erbärmlich nach mir schawet.

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In diesem vnd noch vielem mehr
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Gebt jhr, jhr Schatten, jhm Gehör
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Im fall er es nur wil erzehlen,
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Vnd nicht den allerschönsten Ruhm,
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Der doch sein wahres Eigenthum,
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Aus Demut noch sucht zu verhelen.

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Ihr alle, die des Himmels Feld
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Vom Hause der Nassawen hält
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Auff, windet frische Lorber-Kräntze
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Sie umb den wehrten Gast zu ziehn,
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Jauchtzt, wenn jhr könnt, und führt umb Ihn
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Im Himmel newe Frewden-Täntze.

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Weil wir hie nieden sein Gebein
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Wol beyzusetzen embsig seyn:
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Mars folget selbst der edlen Leichen,
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Sein Roß, sein Küriß und sein Speer
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Vnd andrer Zeug geht schwartz vorher
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Vnd führt nicht schlechte Trawerzeichen.

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Stellt ein die Klagen und das Leyd,
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Macht zwischen Leichen unterscheid,
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Ihr seine Liebsten, Freund und Erben,
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Führt Trost und Leben im Gesicht,
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Berühmte Helden können nicht
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Wie wir gemeinen Leute sterben.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Simon Dach
(16051659)

* 29.07.1605 in Klaipėda, † 15.04.1659 in Königsberg

männlich, geb. Dach

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter der Barockzeit

(Aus: Wikidata.org)

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