[ihr Seiten greifft euch wieder an]

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Simon Dach: [ihr Seiten greifft euch wieder an] (1632)

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Ihr Seiten greifft euch wieder an,
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Laßt sehn was ewer Meister kan,
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Der zimlich nun hat still geschwiegen,
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Vnd euch fast müssig lassen liegen

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Seit her die All' vnd Inster Ihn
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Vmb jhren Rand gesehen ziehn,
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Da wo die Fluht der Angerappen
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Sich von dem Pregel läßt betappen.

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In dessen hat der Sonnen Pracht
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Nur neunmahl vns den Tag gebracht,
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Vnd eben so viel mahl auff Erden
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Es lassen bey vns finster werden.

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Doch hat der Tod in dieser Zeit
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So wehrte Männer abgemeyt,
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Die ich durch ewre pflicht, jhr Seiten,
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Nicht können an jhr Grab begleiten.

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Pouchenius, der Gottes Wort
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So trewlich hat gelehrt, ist fort,
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Der billich erst recht sollen alten,
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Hätt' vnser Wunsch nur können walten.

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Nach jhm fährt auch Herr Heuschkel hin,
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Der recht war nach der Frommheit Sinn,
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Der so viel Freundschafft mir erwiesen
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Stirbt, vnd von mir zwar vngepriesen.

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Gewünschte Seelen, welches Zelt
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Des Himmels ietzund Euch enthält,
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Mit was für außerwehlten dingen
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Ihr dort die weile zu-mögt-bringen,

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Was jhr besitzt für theure Rhu,
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Mäßt dißfals mir die Schuld nicht zu,
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Ihr seyd mir vnverhofft verblichen,
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Weil ich in etwas war entwichen.

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Nehmt, bitt' ich, nehmt von mir für gut
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Der trewen Seufftzer heisse Glut,
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Die strenge Bache bittrer Zehren,
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Mehr weiß ich euch nicht zugewehren.

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Insonderheit weil ewer Preiß
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Steigt über aller Lieder fleiß,
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Vnd hat ietzt gäntzlich nicht von nöthen
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Der Kehlen sterblicher Poeten.

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Vieleicht (wer kennt des Himmels Raht?)
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Sol mein Gesang nicht haben stat
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Verknüpfft mit vnverrückten Liedern,
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Ohn hie bey diesen zweyen Brüdern.

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Herr Doctor Behm war es zuletzt
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Dem ich ein Leich-Lied auffgesetzt,
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Sein Bruder wird nach Ihm besungen
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Zuerst vermöge meiner Zungen.

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Die, so Geburt vnd Ankunfft bindt,
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Die fast zugleich verblichen sind,
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Sich hertzen dort in heilgen Flammen,
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Knüpfft auch mein schlechtes Lied zusammen.

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So komm, du wehrter Greiß, vnd sey
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Der Inhalt meiner Melodey,
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Ich bin bemüht nach deinem Leben
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Dich, wie mir möglich, zu erheben.

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Wiewol du lebst in Gottes Reich
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Vnd bist den lieben Engeln gleich,
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Rein, heilig, ewig, außerkohren,
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Begnügt, belebt vnd new gebohren,

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Kein Tod hat mehr Gewalt an dir,
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Jedennoch bleibet etwas hier,
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Das, wie der Leichnam, wird begraben
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Im fall es nicht kan Tichter haben.

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Dein Name, wird er nicht befreyt,
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Fährt stracks in die Vergessenheit,
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Denn Zeit vnd Fall reißt alles nieder,
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Ohn der Poeten weise Lieder.

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Du warst kein Leib ohn Hertz vnd Muth,
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Der Höchste gab dir Glück vnd Gut,
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Doch auch die edle Kunst daneben
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Den Gütern jhren schein zu geben.

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Es haben deine milde Hand
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Die deinen damals schon erkant,
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Als Deiner Jugend Fleiß mit Segen
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Dich mercklich anhub zu belegen.

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Dein Alter wuchs, doch auch die Gunst
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Zu guter Wissenschafft vnd Kunst,
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Die süsse Musica für allen
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Pflag dir im Hertzen zu gefallen.

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Stobeus hat dich offt ergetzt
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Mit dem was seine Kunst gesetzt,
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Da hat man dich gesehn mit singen
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So manchen lieben Tag verbringen.

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Der, dem die Music nicht gefällt,
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Lebt warlich vnwehrt auff der Welt,
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Natura scheint jhn nicht zu kennen,
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Vnd muß jhn nur jhr Stieffkind nennen,

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Er ist vnd bleibt ein Midas-Ohr,
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Was nützt er in der Engel Chor,
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Da erst die Music an-wird-gehen,
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Durch die wir werden Gott erhöhen?

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Hast du nur diesen Rhum allein,
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Sonst aber nichts gestifftet? Nein.
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Du gibst auch der gelehrten Jugend
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Noch fug zu Wissenschafft vnd Tugend.

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Mit guttem Raht und wolbedacht
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Hast du ein Ansehnliches vermacht,
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Dadurch der Gottesdienst auff Erden
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Vnd auch das Recht gepflantzt kan werden.

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Dieß macht die Gütter erst recht gut,
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Nicht Stoltz nicht Pracht nicht Vbermuth,
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Nicht das sie liegen in dem Kasten,
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Trotz einem, der sie an-sol-tasten.

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Was hätte Gott an mir erkant
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Hätt' er mir Reichthumb zugewandt?
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Lässt er mich mir allein gedeyen,
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Weis ich nicht reichlich aus zu strewen?

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Es schreyet hie der arme Mann,
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Da Schul vnd Gottes Hauß dich an,
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Laß hieher deine Ströme fliessen,
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Wilst du jhr anders recht geniessen.

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Nur dieser Mammon macht, daß wir,
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Reisst vns der Todt gantz nackt von hier,
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Wir lassen alles doch dahinden,
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Die wahre Gnüg im Himmel finden.

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Wol dir, du edle Seele, wol,
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Jetzt bist du alles Reichthums voll
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Dort wo dich in den ewign Hütten
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Lust, Lieb vnd Leben überschütten.

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Dein Same wird nach langer Zeit
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Noch deines Segens seyn erfrewt,
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Denn was du jhm hast hinter lassen
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Wird Gott vermehren aller massen.

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Schaw, wie er so beängstigt steht,
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Betrübt vmb deinen Sargk her geht
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Vnd mit was schmertzlichen Geberden
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Er dein Gebein vertrawt der Erden.

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Wol dir! du stirbest Lebens satt,
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So bald Gott abgefordert hat
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Den Bruder, eilst auch du von hinnen
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Beständig, froh, mit Wunsch vnd Sinnen.

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Beschickst dein Hauß, verhütest Streit,
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Mahnst alles an zur Einigkeit,
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Stirbst (selig hierin auch nicht minder)
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Sanfft in den Armen deiner Kinder.

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Leb ewig wol, als wie du thust!
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Wir haben hie nicht Rhu noch Lust,
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Sind stets von Furcht vnd Noht durchnommen,
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Biß daß wir selig zu dir kommen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Simon Dach
(16051659)

* 29.07.1605 in Klaipėda, † 15.04.1659 in Königsberg

männlich, geb. Dach

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter der Barockzeit

(Aus: Wikidata.org)

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