Wielang sol deine Zorn-Flut sich

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Simon Dach: Wielang sol deine Zorn-Flut sich Titel entspricht 1. Vers(1632)

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Wielang sol deine Zorn-Flut sich
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Getrewer Vater, über mich,
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Mich, dein Geschöpff, ergiessen?
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Laß endlich auch
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Nach altem Brauch
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Ein Gnaden-Bächlein fliessen!

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Ach deine Hand ist mir zu schwer,
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Zermalmstu mich doch, wie ein Beer
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Dem Schäfflein, seinem Raube,
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Des Löwen Muth
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Der Hindin thut,
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Der Habicht einer Taube.

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Schaw, wie die sieche Lager-stat
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Mich Ärmste zugerichtet hat,
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Ich lieg' in Durst vnd Schmertzen,
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Kein Kraut, kein Safft
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Ersetzt die Krafft,
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Die mir entgeht im Hertzen.

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Der Sinnen Fertigheit gebricht,
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Für grosser Ohnmacht red ich nicht,
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Die Zunge bleibt mir kleben,
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Aus Schwachheit muß
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Ich mit Verdruß
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Mich andre lassen heben.

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Ich trage Grawen für der Nacht
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Vnd habe gantz mich außgewacht,
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Mein Schlaff ist Pein vnd Sorgen:
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Ich sehne mich
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So sehr, als sich
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Kein Wächter, nach dem Morgen.

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Komm, sag ich, Tag-Liecht! kömpt es dan,
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So geht mit jhm mein Leyd erst an,
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Durchdringt mir Marck vnd Beine,
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Ich liege naß
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Ohn vnterlaß
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Von Thränen, die ich weine.

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Auch greiffstu mir mit Plagen ein,
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Die nicht zu offenbahren seyn,
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Vnd dennoch in mich dringen:
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Wer gläubt es wol?
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Mein Hertz ist vol,
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Vnd möchte nur zerspringen.

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Erkennstu nicht, daß ich vorhin
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Ein abgelebte Wittwe bin,
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Die sehr sehr viel erlitten?
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Ach welche Zeit,
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Hat Grahm vnd Leydt
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Mir nicht das Hertz bestritten?

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Nicht, daß mir für dem Tode grawt;
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Nein! sehnt dieß Fleisch vnd diese Haut
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Doch schon sich zu verwesen:
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Mein Alter spricht,
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Ich habe nicht
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Mehr hoffnung zu genesen.

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Ich bin so müd vnd satt der Welt,
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Als etwa einer, den man hält
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Hart auff den Hals gefangen,
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Der Bande Last
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Von Hertzen hasst,
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Vnd wäre gern entgangen.

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Mich kräncket, daß du mich so schlägst,
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Nicht tödtest, sondern Lust nur trägst
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Biß auff den Todt zu schwächen:
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Ist denn mein Hertz
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Ein Felß vnd Ertz,
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Vnd wil nicht endlich brechen?

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Der Artzt verzweiffelt gantz an mir,
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Die Freunde sind bißweilen hier,
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Zu sehen, wie es stehe;
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Doch auff der Flucht,
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Ein jeder sucht
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Nur wie er von mir gehe.

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Sie giessen lauter scharffen Wein,
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Nicht Oele, meinen Wunden ein,
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Man wil mich nicht verbinden,
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Vnd sagt wol frey,
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Dieß alles sey
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Ein Lohn der grossen Sünden.

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Ja, Herr, ich habe mißgethan,
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Vnd mein Gewissen klagt mich an:
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In Schuldt bin ich gezeuget,
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Mit böser Lust
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Hat mich die Brust
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Der Mutter abgesäuget.

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Doch wiltu nach der Schärffe gehn,
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Wie wird die gantze Welt bestehn?
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Gerecht sind deine Sachen:
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Wer weiß allhier
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Ein Wort für dir,
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Das tauglich sey, zu machen?

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Ich bin für deiner wilden Handt
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Ein zartes Blümchen, das den Brandt
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Der Sonnen nicht kan tragen:
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Ich bin ein Graß
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Vnd springend Glaß,
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Was wiltu an mir schlagen?

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Bist du kein Witwen-Vater mehr?
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Wo bleibt dein alter Nahm vnd Ehr'?
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Hat nun dein Wort ein Ende?
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Begehrt dein Mundt
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Ohn Hertzens Grundt,
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Daß man zu dir sich wende?

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Was aber red ich? O der Schuld,
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O vnermäßlich' Vngedult!
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O erst ein grosses Leyden,
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Das ich mich dein
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In dieser Pein
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Nicht recht weiß zu bescheiden!

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Was meister' ich doch deinen Raht
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Der alles dieß beschlossen hat,
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Der mich so lässet quälen?
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Was er schon thut,
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Ist recht vnd gut,
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Er wird in keinem fehlen.

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Ich bin dein Bild vnd dein Gemerck,
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Vnd deiner Hände thewres Werck,
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Dein Tohn vnd dein Leib-eigen:
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Derwegen wil
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Ich lieber still
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Zu aller Straffe schweigen.

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Gieb meinem Jammer keine Ruh,
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Ich schliesse meinen Mund dir zu.
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Wil nichts dawieder sagen.
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Fahr jmmer fort!
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Nur laß mich dort,
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O Vater, vngeschlagen.

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Laß hie die jnnerliche Pein,
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Die Hitze, meine Helle seyn,
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Hie mag der Durst mich kräncken,
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Wenn mich nur nicht
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Nach diesem Liecht
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Der Hellen Bäche träncken.

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Herr Jesu, wahrer Pelican!
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Komm, frisch mein durstig Hertz doch an,
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Gieb Kühlung meiner Zungen!
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Wirff nicht mich hin,
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Weil ich auch bin
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Ein kleines deiner Jungen.

139
Auch ich bin dir ein thewrer Kauff.
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Ich sperre meinen Mund dir auff,
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Laß nur ein Tröpfflein fliessen
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Von deinem Blut,
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Es lescht die Glut
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Der brennenden Gewissen.

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Gieb, daß ich willig leyden mag
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Mein Elend, deiner Liebe Schlag;
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Schleuß mich in deine Wunden:
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Vnd kürtz einmahl
149
Mir diese Qual
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Mit einer seelgen Stunden.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Simon Dach
(16051659)

* 29.07.1605 in Klaipėda, † 15.04.1659 in Königsberg

männlich, geb. Dach

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter der Barockzeit

(Aus: Wikidata.org)

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