Incolumi Principe cuncta valent. Oder Der höchst-erfrewliche Geburts-Tag Sr. Churfürstl. Durchl

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Simon Dach: Incolumi Principe cuncta valent. Oder Der höchst-erfrewliche Geburts-Tag Sr. Churfürstl. Durchl (1632)

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Leut' im Lande sind verhanden,
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Die durch ihr Gebeht allein
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Wider diesen Riß gestanden,
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Gott mag wissen wer sie seyn,
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Daß das wilde Krieges-Schwerdt
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Uns nicht gäntzlich hat verheert,

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Und der Fried' in deinen Sinnen,
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Welche Gott lenckt jederzeit,
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Müß', O Churfürst, Raum gewinnen,
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Und du unsre Sicherheit
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Höher warlich hast geschätzt
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Als was in der Welt ergetzt.

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Mehr ist leben weder sterben,
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Mehr die Sonne weder Nacht:
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Auch nur einen Fried' erwerben
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Geht für tausend Siege Pracht,
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Die, auch sind sie noch so gut,
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Sind gefärbt mit Menschen-Blut,

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Sind besprengt mit Angst und Zähren,
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Die der Waffen Zwang erzwingt,
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Der itzt Krieger muß ernehren,
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Was das Recht dawider singt,
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Und das Christenthum, das nun
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Längst nicht mehr besteht im Thun.

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Laß den Phrath und Ganges fliessen
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Unter Alexanders Macht,
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Laß die Römer Blut vergiessen,
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Biß sich still ihr stoltzer Pracht
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Und der Laster Ubermuth
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Selbst sie in die Knechtschafft thut,

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Daß sie mit den Bürger-kriegen
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Ihnen selbst sind Bann und Tod,
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Sich für einen Nero schmiegen,
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Und zuletzt der Wend' und Goht
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Machet, daß ihr edles Reich
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Kaum sieht einem Schatten gleich.

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Rührt der Riesen Ungehewer
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Gleich den Himmel selber an,
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Jupiter behält sein Fewer,
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Das sie leichtlich stürtzen kan,
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Und wie hoch die Cedern seyn,
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Keine ragt doch Sternen ein.

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Gott der wolle dich, Held, stärcken,
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Daß du ihm gewehrest Trew,
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Und von deinen besten Wercken
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Unschuld, Recht und Friede sey,
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Daß nicht Unrecht noch Gewalt,
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Herr, umb dich find' Auffenthalt,

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Daß, wenn du nach späten Jahren
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Aller Welt und Ehren satt
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In die Ewigkeit wilst fahren,
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Keine Blut- und Frevel-That,
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Sondern Reinigheit und Lust
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Deinem Hertzen sey bewust.

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Gnug sind Länder, gnug sind Leute,
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Welche Gott dir unterthan,
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Darffst nicht sehn nach frembder Beute,
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Nimm dich deines Volckes an,
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Laß sie, als du thust, mit Schein
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Ruh' und Heil gekrönet seyn,

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Daß der Gottesdienst nicht liege,
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Die Gerechtigkeit und Zucht
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Aller Laster Schaar besiege,
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Und die Kunst von ihrer Flucht
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Umbkehr' und durch freye Hand
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Komm' in ihren alten Stand.

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Dieses thun, die Wünsche zwingen
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Und durch einen schönen Krieg
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Selbst mit seinen Lüsten ringen,
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Das gebieret bessern Sieg,
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Als wenn Ost und West allein
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Dir gehorsam müsten seyn.

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Fürsten bergen ihr Gemüte,
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Gott ergründet sie allein,
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Gleichwol können deiner Güte
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Mehr als tausend Zeugen seyn,
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Keiner der mit Billigheit
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Dich nur einer Boßheit zeiht.

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Du wirst nicht die Augen weiden,
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Wenn der Ancker einem bricht,
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Diß ist auch in unserm Leiden
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Was, nechst Gott, uns Trost verspricht,
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Daß bey dieser Zeiten List,
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Herr, dein Hertz auffrichtig ist

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Und es gnädig mit uns meinet,
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Welches sattsam aus der Last,
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Die uns newlich druckte, scheinet,
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Wie empfandst du keine Rast,
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Also daß schier die Gefahr
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Deine mehr als unsre war.

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Rittest du nicht hin und wieder
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Wie bey Tage so bey Nacht,
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Selten warff ein Schlaff dich nieder,
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Namst die Wachen selbst in acht,
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Hast die Wälle selbst berannt
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Und die Einfäll' abgewandt?

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Deiner selbst nicht wargenommen,
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Nichts gegeben auff den Frost,
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Bist aus keinen Kleidern kommen,
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Hast genommen schlechte Kost
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Und auch dieses auff der Flucht?
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Mars hält selbst kaum solche Zucht,

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Wenn er streicht mit den Odrysen
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Durch das harte Thracer-Feld
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Und auff Hebrus kahlen Wiesen
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Mit bereifften Rossen hält,
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Oder färbet mit dem Blut
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Seiner Feinde Strymons Fluth.

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Sollen wir uns denn nicht frewen,
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Grosser Churfürst, über dir?
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Nicht zu Gott von Hertzen schreyen
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Für dein Leben, Hoheit, Zier,
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Jetzt da Phoebus zu uns dringt
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Und uns dein Geburts-Fest bringt?

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Einen Tag, den wir zusammen,
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Denen lieb ist Hals und Gut,
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Billig durch der Andacht Flammen
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Und des wahren Danckes Glut
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Feyren, den der Orgeln Schall
120
Billig klinget überall.

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Haben wir es nicht von nöhten?
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Das hat Mars uns wol gezeigt.
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Auff, ihr Redner und Poeten,
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Jetzund singet, nachmals schweigt,
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Singt! wenn sich der Krieg empört,
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Seyd ihr warlich schlecht gehört.

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Danckt dem Höchsten, rühmt den Helden,
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Der den Mund uns auffgethan,
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Daß wir etwas können melden,
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Der uns machet Lufft und Bahn,
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Und ohn den wir überein
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Könten, was die Wild' ist, seyn.

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Sind die Lieder noch nicht nütze,
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Löse die gedritte Stadt
135
Allen Donner der Geschütze
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Die sie auff den Wällen hat,
137
Dieses wird uns besser seyn
138
Als, bricht wo ein Feind herein,

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Wenn man auff ihn Fewer geben
140
Und dem Anfall wehren soll,
141
Daß die starcken Zimmer beben,
142
Und wir sämptlich Schreckens voll
143
Einig auff den Höchsten sehn,
144
Als sey es umb uns geschehn.

145
Herr, nach den betrübten Stunden,
146
Nach den Sorgen, welche wir
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Und für allen Du empfunden,
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Sey dein Tag erfreulich dir,
149
Und geneus der Ruh' und Rast,
150
Die Du selbst gestifftet hast.

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Dann erst scheint die Sonne besser,
152
Wenn es lang geregnet hat,
153
Dann erquicket ein Gewässer,
154
Wenn nun brennen Feld und Sat,
155
Und der Hunger heisst allein
156
Schlechtes Brodt auch Honig seyn.

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Sie auch lässet Gott genesen,
158
Sie die grosse Churfürstinn,
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Die so hertzlich kranck gewesen,
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Legt die Schwachheit mercklich hin,
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Auch ergetzt sich Carl Aemil
162
Schon an seinem Tockenspiel,

163
Geht, und ob die Wort ihm brechen,
164
Lernet er doch mit der Zeit
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Schon den grossen Vater sprechen
166
Auch die Mutter allbereit,
167
Er, der eben heut' ein Jahr
168
Meinem Liede willkomm war,

169
Deß Geburt ich hie vernommen
170
Und den hie mein Reim gegrüsst,
171
Eh' er an die Welt gekommen
172
Und die Eltern ihn geküsst,
173
Welcher Weissag, Glück und Ruhm
174
Ewig bleibt mein Eigenthum.

175
Leb', o Kind, des Himmels Güte
176
Schenckt Dir was dein Vater hat,
177
Seine Macht und sein Gemühte,
178
Seine Gnad' und grossen Raht,
179
Wie Ihr habt nicht ohngefehr
180
Ein Geburts-Fest, Du und Er.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Simon Dach
(16051659)

* 29.07.1605 in Klaipėda, † 15.04.1659 in Königsberg

männlich, geb. Dach

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter der Barockzeit

(Aus: Wikidata.org)

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