Unterthänigste Pflicht, welche der Gnädigsten Churfürstin bey Ihr. Churfürstl. Durchl. höchst-erfrewlichen Ankunfft in Dero Hertzogthumb Preussen und Residentz Königsberg in einer feyerl. Music schuldigst erwiesen von sämptlichen Studiosis Preuscher Nation auff der hiesigen Churfürstl. Universität Königsberg

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Simon Dach: Unterthänigste Pflicht, welche der Gnädigsten Churfürstin bey Ihr. Churfürstl. Durchl. höchst-erfrewlichen Ankunfft in Dero Hertzogthumb Preussen und Residentz Königsberg in einer feyerl. Music schuldigst erwiesen von sämptlichen Studiosis Preuscher Nation auff der hiesigen Churfürstl. Universität Königsberg (1632)

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Nechst der Sonnen pranget nicht
2
In der Welt ein schöner Licht
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Als der Monde, nechst dem Helden
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Friedrich Wilhelm wissen wir
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Nichts als Seines Hertzens Zier,
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Unsre Churfürstin zu melden.

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Ihrer Tugend Blitz und Schein
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Schläget unsern Sinnen ein,
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Reitzt uns Hände, reitzt uns Seiten:
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Ihre Gnad' ist unser Wind,
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Ihre thewre Gaben sind
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Die Gestirne, so uns leiten.

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Wende dich, Latonen Sohn,
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Mit dem gantzen Helicon,
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Laßt die Seiten heller klingen,
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Gebt den Stimmen keine Rhu,
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Selbst Loysa hört uns zu
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Und vernimmt, wie wir Sie singen.

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Göttin, lobst du unser Chor,
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Reck dein helles Haupt hervor
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Hoch aus deinem Fürsten-Himmel:
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Dein bestirntes Angesicht
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Wehrt den Wolcken, und zerbricht
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Das betröhnte Lufft-Getümmel.

25
Seit daß du bey uns auffgehst,
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Günstig über Preussen stehst,
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Wird kein Wetter uns erschrecken,
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Bringet uns der Bart-Stern Streit,
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Dein Gestirn ist Sicherheit
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Und wird uns mit Liebe decken.

31
Führt auch unser Mars gleich Glut
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In dem tapfern Helden-Blut,
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So begütest du sein Fewer,
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Schaffst, daß seine strenge Hand
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Bloß auff Schutz werd' angewandt,
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Nicht auff Noth und Ungehewer.

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Leb, O Göttin, Gott dein Heyl
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Hab' an deinen Stralen Theil,
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Müß' in deinem Glantze stehen,
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Nehme deiner fleißig wahr,
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Denn es Todt bringt und Gefahr,
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Soltest du uns untergehen.

43
Jetzt laß deiner Gnaden-Schein
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Unsers Spieles Leit-Stern seyn,
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Und dich unsern Vorsatz stillen
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Und höhn unser Demuth nicht.
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Götter, wenn die That gebricht,
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Lieben mehr den reinen Willen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Simon Dach
(16051659)

* 29.07.1605 in Klaipėda, † 15.04.1659 in Königsberg

männlich, geb. Dach

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter der Barockzeit

(Aus: Wikidata.org)

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