Allen, die der thewre Mann

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Simon Dach: Allen, die der thewre Mann Titel entspricht 1. Vers(1632)

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Allen, die der thewre Mann,
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Herr Wolder, hat ausgegeben,
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Sprach ich meine Seiten an.
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Sollt' ich dich nicht auch erheben,
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Du der Töchter jüngste, Braut,
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Nun Herr Sam sich dir vertrawt?

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Dieses möcht ich nicht bey dir
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Müglich zu entschuldign wissen.
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Was? mein Geigenspiel hat Zier
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Aller Lieb' ertheilen müssen
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Derer, die durch Preussen-Land
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Mir nur etwas sind verwandt.

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Weis nicht hierumb Heilgenbeil,
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Das mich offt gehört hat geigen?
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Wermd, von grosser Anmuth geil,
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Deckt noch jetzt mit grünen Zweigen,
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Was für Lieb' ich damals sangk,
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Daß Gethäl und Berg erklangk.

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Auch Gedilgen wird gestehn
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Daß ich nimmer still gewesen,
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Wo ich da nur pflag zu gehn,
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Hab' ich etwas mir erlesen
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Auffzusetzen, das vieleicht
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Auch wol auff die Nachwelt reicht.

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Ihr Gesträuche, Flüsse, Stein,
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Ihr der See gebohrne Fichten,
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Thal, Gebirg, ihr gebt mir ein,
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Was ich würdigs köntte tichten,
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Himmel, Wiesen, Feld und Wald
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Sind der Lieder Auffenthalt.

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Welcher etwas singen wil,
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Hat darnach nicht weit zu lauffen,
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Ihm hält Lufft und Wolcken still,
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Vnd giebt Wahren ihm zu kauffen,
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Die er durch gesinnten Fleiß
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Allzeit auszubringen weis.

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Diesen Vorkauff hat allein
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Welcher führt den Ruhm der Seiten,
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Niemand dringet mir sich ein,
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Niemand sucht mein Recht zu streiten,
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Denn ich auff gerechter Bahn
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Keinem Vorfang hie gethan.

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Geh' ich offt gleich vor das Thor,
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Keiner wird mich handeln sehen,
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Keinem trett' ich irgends vor,
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Keinem Bawren werd' ich flehen,
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Daß sein Korn und was er hat
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Mir nur nachfahr' in die Stadt.

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Vnd wenn ich mit meinem Sinn
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Erd und Lufft bin durch gefahren,
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Vnd nun gnug versehen bin
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Hie mit Anmuht, da mit Wahren,
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Klaget nichts, daß meine Hand
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Einem Dinge was entwand.

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Keine Blum' hat sich beschwert
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Vnd kein grünes Laub, daß ihnen
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Sey ihr süsser Safft verzehrt
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Von dem Honig-Volck, den Bienen
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Tragen sie gleich spat und früh
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Gnugsam erndten Mensch und Vieh.

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Mehr wo bleibet Waltterkeim,
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Zintten, Ragnit, die imgleichen
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Satt empfunden meinen Reim?
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Kurtz, bey Heyraht und bey Leichen
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Spricht man mich umb Lieder an
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Gleich als einen Arbeitsmann.

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Vnd du solltest, Dorothe,
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Nicht von mir ein Denckmal schawen
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Deiner Anmuthreichen Eh'?
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Wär auff meine Trew zu bawen,
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Der ich Seiten, Hand und Sinn
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Deinem Hause schuldig bin?

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Geht zusammen, wehrtes Par,
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Part euch in des Höchsten Nahmen.
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Wessen werd' ich hie gewar?
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Braut, du nimmst dir einen Samen,
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Darumb wirst du, wie ich mein',
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Allzeit reich von Samen seyn.

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Hat der Vatter nicht sein Hauß
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Mit gewünschter Zucht besetzet,
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Breitet ihr euch gleichfals aus,
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Traget Frucht, die euch ergetzet,
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Wachst, besamet Land und Welt,
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Die dieß Mittel nur erhält.

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Kein Gebrechen seh' ich hier,
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Er der Bräutigam, dein Leben,
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Führet aller Künste Zier,
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Die ihm Ehr und Ansehn geben,
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Daß die Ertz Schul ihm den Stand
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Eines Lehrers zuerkant.

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Rühm' ich seine Sitten viel?
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Seines Vatters Haus imgleichen?
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Vnd daß jetzt darinn Herr Thiel
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Mehr noch thut als Vatters Zeichen?
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Lass' ich hier der Remsen Haus
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Vnd viel andere Sachen aus?

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Auch von dir, geehrte Braut,
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Lass' ich anstehn viel zu singen,
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Denn von allen wird geschawt
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Was ich wüste beyzubringen.
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Summa, hie ist Glück und Ehr,
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Eines feilet, Herr Wolder.

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Lebte der, so hättest du
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Allen Reichthum, alle Gaben,
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Denn er war der Seinen Rhu,
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Die sich ihm zu dancken haben,
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Als die er bemühet war
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Zu erweitern immerdar.

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Zwar der Kirchen Seul und Schutz,
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Der er zugebüsst sein Leben,
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Aber auch des Hauses Nutz,
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Das von ihm kuntt' alles heben,
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Vorsorg, Auffsicht, Pfleg und Raht
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Vnd warumb ein jedes baht.

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Dieser Schatz entgehet dir.
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Gott wird seine Stell' ersetzen,
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Wird euch schencken Gnüg und Zier
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Vnd was Leute kan ergetzen,
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Die in Lieb und Leid allein
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Fest auff ihn gegründet seyn.

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Du geborgest ietzt dein Schiff,
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Fährest sicher in dem Tieff
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Trotz den Winden, trotz den Wellen,
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Dein Verhängnis lacht dich an
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Vnd das Glück sucht, wie es kan,
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Gülden dir sich darzustellen.

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Eine Fraw, dem Reben gleich,
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Von geehrter Freundschaft reich,
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Die mit keuscher Zucht kan prangen,
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Vnd in ihrem Hertzen hat
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Häußlicheit, Verstand und Raht,
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Solst du ehlich heut umbfangen.

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Auff bedien die Wehrtste wol,
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Thu ihr was ein Ehmann sol,
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Laß die Zeiten dich nicht hindern,
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Laß dein' Apotheke seyn
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Reich von Kräutern, Säfften, Stein,
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Vnd dein Hauß von lieben Kindern.

139
Dein Geberd und Angesicht
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Leugnet deinen Vater nicht,
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O den Mann von weisen Sinnen,
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Vnd den Wolstand unsrer Stad!
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Wie geschwinde wust er Raht,
144
Wo es Noht war, zu gewinnen?

145
Laß sein Bild, Gestalt und Schein
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Stets in Kindes Kindern seyn,
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Vnd für allen seine Gaben.
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Lebt, ihr Liebsten, werdet alt,
149
Wachst an Segen mannigfalt,
150
Bis der Himmel euch wil haben.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Simon Dach
(16051659)

* 29.07.1605 in Klaipėda, † 15.04.1659 in Königsberg

männlich, geb. Dach

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter der Barockzeit

(Aus: Wikidata.org)

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