Dv allein bist nicht zugegen

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Simon Dach: Dv allein bist nicht zugegen Titel entspricht 1. Vers(1632)

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Dv allein bist nicht zugegen,
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Früling, was denn hält dich auff?
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Siehst du nicht die Stad sich regen,
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Diesen hin- vnd wieder-Lauff?
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Jung vnd Alt vnd jedes Haus
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Macht sich vor das Thor hinaus.

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Der Gesandte bringt aus Pohlen
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Das durch Ihn gesuchte Lehn;
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Ihn gewünschet ein-zu-holen
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Sieht man in der Waffen gehn
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Alles, was hie vmb vnd an
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Büchs vnd Degen tragen kan.

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Kreytz, den Schacken dienstlich höret,
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Vnser grosse Churfürst liebt,
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Vnd durch dies Werck gnädigst ehret,
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Welches er nach Wunsch verübt,
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Kömpt jetzt mit Verrichtung an,
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Als man sie erwehlen kan.

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Was er sprach, war außerkohren
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Vor dem thewren Casimir,
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Der verliehe gnädigst' Ohren
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Seiner güldnen Rede Zier,
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Vnd der gantze Reiches-Raht
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Hört' erstürtzt, warumb er baht.

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Was er sucht, wird stracks erhalten,
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Darauff hätte man gesehn
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Ehre, Lieb vnd Freundschafft walten,
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Wie es pfleget zu geschehn,
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Alles muß durch deinen Wein,
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Vngern, frisch vnd frölich seyn.

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Wol, o Churfürst, deinen Sachen!
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Solst du nicht in Hoheit stehn?
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Schaw, was Leute vor dich wachen,
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Die in aller Auffsicht gehn,
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Vnd gantz sorglich dir zur Hand
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Vnd befördern deinen Stand.

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Gut daß wir zusammen tretten
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Vnd erweisen trewe Pflicht,
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Daß in allen dreyen Städten
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Keinem was an Fleiß gebricht,
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Dieser kriegt sein Fewer-Rohr,
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Jener die Musquet hervor.

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Mancher läufft der Rüstung wegen
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Zu den Nachbarn da vnd hier,
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Dieser wischt den Rost von Degen,
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Jener hat kein Bandelier,
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Wie es geht in solcher Stadt,
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Da man Fried vnd Wolstand hat.

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Zeigen denn allein die Städte
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Ihrer Schuld vnd Liebe Pfand,
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Nein, sie selbs die Ober-Räthe
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Vnd der wehrte Ritterstand
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Wohnen in gewünschter Trew
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Diesem schönen Einzug bey.

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Halt! wen seh ich dort von weiten?
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Mein, Herr Obermarschall, dich,
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Must, du liebster Herr, noch reiten?
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Was bemüth dein Alter sich?
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Nein, die Sach ist dir zu wehrt,
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Darumb reitest du dein Pferd.

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Also recht, jhr Musen-Söhne,
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Trabt dem Alten sanfft vorher,
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Trotz sey einem, der Euch höhne,
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Thut jhr nichts doch ohn gefehr,
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Beydes Fried vnd Krieg sucht Gunst,
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Edles Volck, bey ewrer Kunst.

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Fehlt dann mir itzt Pferd vnd Zügel?
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Nein, mein Pegasus nimmt schon
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Mich auff seine schnellen Flügel,
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Eilt vnd fleugt mit mir davon,
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Phoebus schawet fleißig zu,
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Daß ich keinen Sand-Ritt thu.

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Durch die Lufft flieh ich von hinnen
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Vnd biß zu den Wolcken ein,
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Sehe Städte, Thürn' vnd Zinnen,
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Berg' vnd Wälder drunten seyn,
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Also schweb ich ietzt empor
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Vnd komm' allen euch zuvor.

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Laß, mein Hengstchen, laß dich nieder
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Zu den Abgesandten hin,
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Nachmahls fleugst du mit mir wider
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Wo dich hinträgt Wunsch vnd Sinn,
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Alle die jhr habet Theil,
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An der Reise, Glück vnd Heil!

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Zöge, so genennt von Zügen,
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Die du in das Feld gethan,
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Du geübter Mann im Kriegen,
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Schon von deiner Jugend an,
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Seyd jhr doch gesund vnd frey,
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Du vnd deine Reuterey.

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Herr Kalnein, du Mann von Gaben,
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Welche nicht gemeine sind,
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Seh ich dich die LehnFahn' haben?
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O du edles Tugend-Kind,
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Deine Mannheit vnd Verstand
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Reicht sie dir in deine Hand.

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Oelschnitz, dein Verdienst vnd Wesen
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Hat mir viel von dir gesagt,
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Daß du seyst recht außerlesen
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In dem allen was behagt,
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Diß dein Glück vnd gute Zeit
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Macht mich überauß erfrewt.

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Wunder aller Lieb und Güte,
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Du des Hoffes schöner Ruhm,
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Höverbeck, dem das Gemüte
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Schenckt sein gantzes Eigenthum,
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Dieses Werck giebt deinem Fleiß,
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Herr, nicht schlechten Danck vnd Preiß.

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Aber der du Seel vnd Leben
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In den Sachen hast geführt,
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Landvogt, wer wird dich erheben,
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Wer dich loben als gebührt?
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Sey, O werther, hoch gegrüsst
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Meiner Clio, die dich küsst.

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Was du jetzund hast verrichtet,
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Kömmt vns Preussen sämptlich zu,
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Darumb sind wir dir verpflichtet,
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Wünschen dir viel Glück vnd Rhu,
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Dein Hauß sey hievor erhöht,
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Weil der Erden Hauß besteht!

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Dieses heisst sich recht verbinden
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Seines großen Fürsten Stand'!
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O was Gnade wirst du finden,
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Ist er wieder hier im Land'!
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Vnterdessen nimm für gut,
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Was sein trewes Volck dir thut.

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Such den Reis-Verdrus zu mindern,
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Wenn du Heim kömmst in dein Hauß,
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Laß bey deinen lieben Kindern
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Alle Vater-Lieb' heraus,
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Vnd erzehl in langer Rey
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Was dir dort begegnet sey.

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Da ist Casimir gesessen,
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Seine Räth' vnd Fürsten hie,
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Dieses war jhr Tranck vnd Essen,
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Dieß vnd das erzehlten sie,
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Also ist die Stadt gebahrt,
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Hie ist, Weichsel, deine Fahrt.

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Wolte Gott, dein Hertz vnd Wonne,
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Welcher ich das Grab-Lied sang,
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Säh jtzt noch die liebe Sonne,
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O was Küsse, Lieb vnd Danck
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Würdest du von jhr allein
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Deiner Rhu gewärtig seyn.

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Leb vns, Herr, zu langen Jahren,
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Aber wirstu zehnmal hin
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Zu den Vätern seyn gefahren,
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So verbleibt dir der Gewinn
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Dessen, was dein Vaterland,
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Herr, von dir jetzt hat erkant.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Simon Dach
(16051659)

* 29.07.1605 in Klaipėda, † 15.04.1659 in Königsberg

männlich, geb. Dach

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter der Barockzeit

(Aus: Wikidata.org)

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