Hieronymus von Weinbeer und Catharina Pantzer

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Simon Dach: Hieronymus von Weinbeer und Catharina Pantzer (1632)

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Kan ich meinen Sinn auch lencken,
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Daß er nicht sol danckbar seyn?
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Sol der Wolthat nicht gedencken,
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Die mich euch verpflichtet? nein!
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Nein, Herr Pantzer, ewre Güte
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Steigt zu sehr mir zu Gemüte.

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O wie wol hab' ich genossen
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Ewrer schönen Officin!
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Herr, auß jhr ist Krafft geflossen
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Vber meinen Leib vnd Sinn,
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Als die Aertzte mir zu leben
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Schlechte Hoffnung wolten geben,

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Als ich gutte Nacht zu sagen
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Mond' vnd Sonnen nur vermeint',
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Als man anhub mich zu klagen
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Vnd Apollo mich beweint',
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Als der Todt mit wildem Schmertzen
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Feindlich eingrieff meinem Hertzen.

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Das, wodurch ich bin genesen,
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Hat mir ewre Kunst gewehrt,
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Die so gütig doch gewesen
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Daß sie nichts dafür begehrt,
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Ohn daß ich, dafern ich wolte,
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Dieses Braut-Lied schreiben solte.

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Nun ich nehm' auch schon den Bogen,
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Meine Seiten klingen rein,
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Sind in solchen Thon gezogen,
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Der nicht kan, als lieblich, seyn.
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Erato für allen Dingen
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Suchet mit mir einzusingen.

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Herr, Ihr solt von mir erwarten,
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Weil ich lebe, Danck vnd Preiß,
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Der ich denen, die Gelarten
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Hold sind, wol zu lohnen weiß,
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Nicht mit Golde, sondern Sachen,
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Die der Schätz' vnd Güter lachen.

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Verße können auch was gelten,
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Sind sie geist-reich nur gesetzt,
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Wil man hie gleich auff sie schelten,
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Sie nicht sonders gültig schätzt
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Vnd gedencket, der Poeten
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Sey jetzt nicht so sehr vonnöthen.

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Jener Keyser hatt' erlesen
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Ihm den Venusiner-Schwan,
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Der sich durch kein ander Wesen
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Als durch Verße kunt gethan,
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Daß auch Er durch jhn auff Erden
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Nur berühmet möchte werden.

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Zwar für Durst vnd Hunger dienen
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Die berühmten Lieder nicht,
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Nicht für Hitz vnd Kältt', ob jhnen
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Darumb aller Nutz gebricht?
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Kan an jhren schönen Weisen
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Sich nicht Hertz vnd Seele speisen?

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Nicht zusagen, daß sie kriegen
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Wieder die Gewalt der Zeit,
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Alle Todes Macht besiegen,
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Daß sie der Vergessenheit,
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Vnser Thun mit Nacht vnd Schatten
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Zu bedecken, nicht gestatten.

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Sie verweisen aus der Seelen
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Die verfluchte Sorgen-Rott',
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Heben, noch in diesen Hölen,
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Gott in vns vnd vns in Gott,
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Daß wir dort der Himmels-Gaben
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Hie schon einen Vorschmack haben.

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Was kan mehr das Hertz erquicken?
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Bringen grössern Trost vns bey?
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Mehr den Geist hinauff verschicken,
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Da er stets wie Bürger sey?
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Mehr durchgehn des Hertzens Pforte
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Als ein Klang gereimter Worte?

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Keiner starcken Schleusen Fälle
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Können so gewaltsam seyn,
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Vnd kein Sturm bricht so durch Wälle,
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So durch Thör' vnd Mawren ein,
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Als vns weise Lieder zähmen,
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Vnd den Sinn gefangen nehmen.

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Ihr mein Freund, Herr Pantzer, habet,
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Wie ich merck', es wol erkandt,
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Darumb hat mich auch begabet
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Ewre dießfals-freye Handt,
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Der dieß Lied vielleicht gedencket,
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Sind wir längst schon eingesencket.

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Herr, ich kan versichert bleiben,
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Vnd mein Hertz sagt mir es zu,
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Vnser wird noch was bekleiben,
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Gehn wir zehnmahl gleich zur Rhue,
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Ja das beste, so wir haben,
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Bleibt nach vns wol vnbegraben.

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Drumb wol auff! mit dem Bescheide
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Lasst vns trutzen Haß vnd Neidt,
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Lasset vns in Lieb' vnd Leide
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Recht gebrauchen aller Zeit,
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Die auff stetem Wechsel stehet,
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Frölich kömpt, betrübt vergehet.

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Weil ich bin im Trawer-Stande,
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Komm ich auff die Hochzeit nicht,
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Da in süssem Liebes-Bande
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Ewre Tochter sich verspricht
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Herren
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Längst schon ihren Sinn bestritten.

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Mein Gebeht sol aber kommen,
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Sol sich dringen mitten ein,
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Daß da, wo es Platz genommen,
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Gott auch sol zugegen seyn,
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Sol mit Glück vnd reichem Segen
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Braut vnd Bräutigam belegen.

109
Was nun weiter aller massen
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Frewd vnd Lust erwecken kan,
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Sey euch sämptlich frey gelassen;
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Greifft euch aber selbst auch an,
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Lasst in feinen schmahlen Zügen
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Was der Nüchtern Gräntz-Mahl liegen.

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Zürnt, da einen möchte dürsten,
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Seyt der Mässigheit Gefähr,
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Die Gesundheit
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Gehe sonderlich vmbher,
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Wir auff Warßaw hin begleiten.

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Zwar mit Wunsch vnd trewen Sinnen,
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Weil der Leib nicht mit kan ziehn,
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Gott brech auff mit Ihm von hinnen,
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Sein Geleits-Volck sey vmb jhn,
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Daß wir kürtzlich aus Verlangen,

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Aber Ihr nun, welcher Hertzen
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In sich fest veranckert stehn,
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Braut vnd Bräutgam, seht die Kertzen
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Sampt den Kindern vor euch gehn!
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Folgt, Ihr solt in Liebes Sachen
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Jetzt den letzten Anfang machen.

131
Ihr Herr Bräutgam, seyt verwegen!
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Zieht zum Harnisch Künheit an,
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Wolt jhr nicht? mit blossem Degen
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Wehrt jhr hie nicht ewren Mann,
135
Seht jhr nicht Penthesileen
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Gantz

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Außgeübte Zucht vnd Tugend,
138
Ist der
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Nehmt jhn jhr durch kühne Jugend,
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Sonst verwett' ich, Ihr verliert.
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Vnd Ihr, Jungfraw, wollt jhr streiten,
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Werfft den

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Furcht, Schamhafftigheit vnd Grawen
144
Sind im Liebes-Streit nicht gut,
145
Ihr könnt ewren Kräfften trawen,
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Fasset euch nur frischen Muth,
147
Amor siehet selbst zum rechten,
148
Daß jhr sieghafft werdet fechten.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Simon Dach
(16051659)

* 29.07.1605 in Klaipėda, † 15.04.1659 in Königsberg

männlich, geb. Dach

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter der Barockzeit

(Aus: Wikidata.org)

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