Klage eines verliebten Schäfers vber die Vntrew seiner Phyllis

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Simon Dach: Klage eines verliebten Schäfers vber die Vntrew seiner Phyllis (1632)

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Es fieng ein Schäfer an zu klagen:
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Wie seine liebste Phillis Ihn
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Noch liebgehabt vor wenig Tagen,
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Vnd nun geschlossen aus dem Sinn,
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Auch jhren schönen Krantz von Myrthen
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Gegeben einem andern Hirten.

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Er senckt' inß Graß die matten Glieder
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Bey einer Silber-klahren Bach,
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Vnd warff da Stab vnd Tasche nieder,
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Sein Irden Trinck-geschirr zerbrach,
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Verflucht' auch seine Wald-Schalmeyen
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Vnd fieng erbärmblich an zu schreyen:

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Numehr werd' ich doch nimmer singen,
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Ich dancke meinem Leben ab!
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Vor dich, O süsses Seiten-zwingen,
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Erwähl' ich mir ein Todten-Grab,
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In welchem ich auch noch vor Morgen
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Wil schliessen alle Pein vnd Sorgen.

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Ihr Sternen, ewig' Himmels Liechter,
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Die jhr den Kreiß der Welt durchrennt,
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Seyd zwischen mir vnd Phyllis Richter!
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Erwegt es bey euch vnd erkennt:
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Ob ich mit Recht mein JungesLeben
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Vmb jhrentwillen auff-soll geben?

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Hab' ich Sie nicht, wie meine Seele,
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Ja noch viel hertzlicher geliebt,
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So sey auch in des Grabes Höle
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Was mich viel mehr als jezt betrüebt!
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Hab' ich Ihr nicht mein Hertz verpfändet,
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So werde nie mein Leid geendet!

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Ihr Hirten, die jhr ferne weidet,
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Ihr Ficht-vnd Linden-Baüm' allhie,
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Ihr Quellen, die jhr vnterscheidet
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Hier zwischen mein-vnd jenem Vieh',
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Ihr Könnet, wollet jhr nur, zeugen,
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Wie ich gewesen jhr Leib-eigen!

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Ich habe meiner selbst vergessen,
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Vnd einig nur auff Sie geschawt,
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Bin Schlaff-lohs manche Nacht gesessen,
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Erfrohren vnd gar nass bethawt,
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Vnd nur gespielt, daß ich für allen
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Ihr möcht' im Hertzen wolgefallen.

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Was ich ie gutes hab' erzwungen,
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Ward Ihr zu Ehren angewandt,
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Ihr hab' ich es zu gut gesungen,
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Was von mir in der Welt bekant;
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Mich liebten andre Schäferinnen,
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Sie aber war nicht zu gewinnen.

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Man schaw' auff mein' vnd ihre Heerde,
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Was für ein großer Vnterscheid
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Darunder doch begriffen werde!
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Vnd dieses in gar kurtzer Zeit!
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Weil ich nur Ihr Vieh' außgetrieben,
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Mein Eigenthumb nie können lieben.

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Was hab' ich mir nicht vnverdrossen
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Entzogen, vnd Ihr zu-gesteckt?
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Sie hat stets meiner Milch genossen,
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Mit meiner Wolle sich gedeckt,
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Daß Sie nur möchte zierlich prangen,
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Bin ich offt nackt vnd bloß gegangen.

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Vor meine trewe Dienst' vnd Gaben
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Werd' ich nun also ab-gelohnt,
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Daß frembd' auff meinem Acker graben,
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Ein böser Gast mein Reich bewohnt,
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Mein Feld, das mir solt' ewig bleiben,
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Das seh' ich andere betreiben.

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Was wil ich Armer aber machen?
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Ich lass' es jetzt also geschehn;
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Doch, wie sie vor-steh' jhren Sachen,
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Das wird Sie selbst in kurtzen sehn:
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Der Frefel so vntrewer Thaten
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Pflegt selten glücklich zu gerahten.

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Nicht, daß Ihr Vnglück vnd Verderben
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Mich kützeln vnd ergetzen solt'!
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Ach nein! vnd muß ich jetzt gleich sterben,
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So bin ich dennoch Phyllis hold,
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Solt' ich Ihr jetzt was böses gönnen,
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So hett' ich nie recht lieben können.

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Ich wünsch' Ihr noch vielmehr daneben,
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Daß sie in steter Lust vnd Ruh
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Mit jhrer Heerde möge leben
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Vnd nehm' an Lieb' vnd Güttern zu!
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Auß diesen allen aber scheinet,
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Wie Sie's bißher mit mir gemeinet!

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Mich jammert wenn ich muß bedencken,
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In was für Vnglück Sie sich stürtzt,
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Wie hefftig Sie es noch wird kräncken,
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Daß Sie mir jetzt mein Leben kürtzt!
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Ich weiß, Sie wird noch im Gewissen
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Viel meinetwegen leiden müssen.

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Waß aber häuff' ich meine Schmertzen?
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Mein ernster Vorsatz ist der Tod,
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Die Endschafft meiner Müh' im Hertzen,
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Die Grab-stät aller Pein vnd Noht,
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Was ich mir gäntzlich vor-genommen,
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Dem kan vnd wil ich nicht entkommen.

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Gehabt euch wol, ihr Berg' vnd Felder,
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Mit ewrer wol-begrünten Zier!
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Ihr Quellen, Felsen, Püsch' vnd Wälder,
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Ihr Wilden-vnd ihr Zamen Thier',
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Ihr Wiesen, reich an klahren Bächen!
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Kein Mensch sol mich mehr sehn vnd sprechen.

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Hierüber ward der Tag geschlossen,
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Die Sternen gaben keinen Schein,
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Ein dick Gewölck kam auf geschossen
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Vnd hieß den Mond gantz finster seyn,
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Es blitzet' aber vngehewer,
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Die Wälder stunden wie im Fewer.

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So bald Aurora nun beym Zügel
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Die Sonn' einführt' vnd eylte fort,
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Hat man nur einen Grabes-Hügel
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Gemercket an demselben Orth
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Mit frischen Rosen vberschüttet,
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Da Er der Schaafe vor gehütet.

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Kein Schäfer war da zu erfragen,
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Die Heerde nahm sehr ab vnd starb,
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Die Bäume fiengen an zu klagen,
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Das Graß sanck nieder vnd verdarb,
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Die Bäche scheineten mit Thränen
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Nach ihrem Schäfer sich zu sehnen.

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Nicht weit davon stundt eine Linde,
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Viel höher alß die andern Baüm',
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An Esten reich, in derer Rinde
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War eingeschnitten dieser Reim:
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Hie Liegt der Schäfer her begraben,
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Den Phyllis nie recht lieb wolt' haben.

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Wol dem, der sich der Lieb' entschläget
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Vnd thut, was Ihm vertrawet ist!
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Wol der, die ein gut Hertze träget,
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Die ohne Wanckel, Schein vnd List
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Dem, welcher Sie von Hertzen liebet,
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Gantz vngefärbet sich ergiebet.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Simon Dach
(16051659)

* 29.07.1605 in Klaipėda, † 15.04.1659 in Königsberg

männlich, geb. Dach

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter der Barockzeit

(Aus: Wikidata.org)

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