J rdisches V ergnügen in GOTT . F ünfter T heil

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Barthold Heinrich Brockes: J rdisches V ergnügen in GOTT . F ünfter T heil (1736)

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Da mehrentheils ein Blatt auf zweyen andern lieget,
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Und sich dadurch so dicht und feste füget,
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Daß diese Dichtigkeit auch dichte Schatten zeuget,
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Daß vor des Sommers schwühlem Blitzen,
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Sie uns, durch ihre Zucht, die kühlen Schatten, schützen.
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Es ist ein solches junges Blat,
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Da es so lieblich grün, so frisch, so zart und glatt,
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Nicht sonder Anmuth anzusehn.
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Absonderlich wenn sich das Licht,
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Auf die nicht minder glatten Höhen,
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Wodurch die Adern strich-weis gehen
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Und sie vertieffe, lieblich bricht,
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Da denn an den vertieften Gräntzen,
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Oft kleine Blicke schimmernd gläntzen,
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Wodurch, wenn ihre Zierd und Menge sich vereinet,
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Der gantze Baum oft übersilbert scheinet.
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Man wird zur holden Frühlings-Zeit,
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Da alles voll von Glantz und Lieblichkeit,
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Von der lieb-äugelnden Natur,
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Aus jedes Blümchens holder Pracht,
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Bald durch der Farben Schmuck, und bald durch die Figur,
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Bald in den frisch-bethauten Feldern,
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Bald in den Blätter-reichen Wäldern,
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Ja überall recht angelacht.
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So laßt uns dem, der ihre Pracht
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Zu unsrer Augen-Lust gemacht,
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(da in der Lentzen-Zeit die Welt so wunder-schön)
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Sie doch, in unsrer Lust, zum wahren Ruhm besehn!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Barthold Heinrich Brockes
(16801747)

* 22.09.1680 in Hamburg, † 16.01.1747 in Hamburg

männlich, geb. Brockes

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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