Hat ihnen gar zu hell geklungen

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Franz von Dingelstedt: Hat ihnen gar zu hell geklungen Titel entspricht 1. Vers(1847)

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Hat ihnen gar zu hell geklungen
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Der Ton von meinem alten Horn,
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Hab' ihnen gar zu grell gesungen,
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Den Herrn, sie schliefen just nach vorn.

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Erwachten immer unbequemlich,
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Und träumten sie auch noch so tief,
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Sobald ich stattlich und vernehmlich
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Vor ihrem Haus mein Sprüchlein rief.

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Nun haben sie mir's weggenommen
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Mein gutes, altes, liebes Horn,
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Ein Pfeiflein hab' ich drein bekommen
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Von Gott's- und Magistrates-Zorn;

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Ein Pfeiflein, wie für Diebsgesindel
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Und für der Haderlumpen Schwarm,
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Die Kinder spielen in der Windel,
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Mit solchen Dingern, Gott erbarm!

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Sie meinten baß für mich zu sorgen
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Und dachten, mir wär's schon genehm,
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Daß ich nicht jeden lieben Morgen
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Wie atemlos nach Hause käm'.

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Prosit, Ihr hohen Herrn, ich merke,
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Wo hier begraben liegt der Hund:
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Nicht meiner guten Lungen Stärke,
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Euer schlechter Schlaf allein ist Grund.

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Doch Euch mag's zum Exempel dienen,
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Ihr jungen Hörner fern und nah,
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Verfistelt Euch in Piccolinen,
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Geschieht Euch sonst, wie mir geschah!

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Gottlob, daß ich so abgekommen,
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Die Herrn sind sonsten nicht so faul,
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Dem Heinz dem ward sein Horn genommen
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Und schmissen ihn dazu aufs Maul!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Franz von Dingelstedt
(18141881)

* 30.06.1814 in Halsdorf (Wohratal), † 15.05.1881 in Wien

männlich, geb. von Dingelstedt

deutscher Dichter, Journalist und Theaterintendant

(Aus: Wikidata.org)

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