42.

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Daniel Czepko von Reigersfeld: 42. (1632)

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Der Ort, das Dorff ist hier, das man vom Mertzen nennt,
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Drauff ich ins Vierdte Jahr nicht Wirthschafft können treiben:
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Hier ist es, da der Held im Felde muste bleiben.
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Aus Sachsen Lauenburg: Seht, wie sein Hertze brennt.

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Die helle Mitternacht, da, als der Tag anbrach,
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Macht alle Felder schwartz, so weit man konte sehen,
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Der Hertzog wuste sich nicht aus der Schaar zu drehen,
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Der Torsten Sohn gieng ihm auff heißem Fuße nach.

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Nu beyde satzten sich dort umb das trübe See,
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Daraus mein Schwäher ließ ein Schlam Gebürge tragen,
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Und als die Völcker theils gelauffen, theils geschlagen,
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Macht ihm ein strenger Schluß mit zweyen Kügeln weh.

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Der Zobtenberg, als er den Hertzog so allein
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Verwundet und zugleich gefangen sahe liegen,
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Kam auff die Wahlstatt hin im Schatten selbst gestiegen,
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Und haubte sich und dann sein andre Brüder ein.

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Nachdem Sie ihn gantz matt auff Kletschkau zugebracht,
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Da auch mein Meyerhoff die Helden unterhalten,
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Biß Bolco seine Statt mit Stücken ward zuspalten:
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Gab er der Welt und uns in Schweidnitz gute Nacht.

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Wie aber, daß das Dorff durch Glut ward abgethan?
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Wann Fürsten untergehn, so muß man Fackeln haben,
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Und weil das arme Land man künfftig wird begraben,
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Sagt es dem Fürstenthum auch seine Hinfarth an.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Daniel von Czepko
(16051660)

* 23.09.1605 in Q2805434, † 09.09.1660 in Wołów

männlich, geb. Czepko

deutscher Dichter und Dramatiker

(Aus: Wikidata.org)

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