11.

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Daniel Czepko von Reigersfeld: 11. (1632)

1
Gott theilt die Wünsch: Du hoffst die Tochter, ich den Sohn,
2
Wir tragen keines so und beydes doch davon:
3
Die Tochter haben dir, den Sohn mir zugedacht,
4
Sie selbst, so uns verkehrt zu Vätern itzt gemacht:
5
Nun wohl, der Sohn wird dir, die Tochter mir bescheert:
6
Gott mischt die Lust u. hat sie dennoch gantz gewährt:
7
Doch alles ist und bleibt bey Freunden stets gemein,
8
Die Treu wil gantz und gar nicht unterschieden seyn:
9
Wolan, was die Natur versagt, laß uns vollziehn,
10
So krieget seinen Wunsch von uns ein jeder hin:
11
Gib mir den Sohn, ich wil die Tochter geben dir,
12
Dem Sohne fehlt ein Weib einmahl, ein Mann auch ihr:
13
So kriegst die Tochter du, Herr Schildbach, ich den Sohn,
14
Und ieder trägt das Sein und Ihres Sie davon.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Daniel von Czepko
(16051660)

* 23.09.1605 in Q2805434, † 09.09.1660 in Wołów

männlich, geb. Czepko

deutscher Dichter und Dramatiker

(Aus: Wikidata.org)

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