18.

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Daniel Czepko von Reigersfeld: 18. (1632)

1
Was wolt ihr eure Söhn in frembde Länder schicken,
2
Den Leib und Sinn mit Tracht und Sprachen auszuschmücken:
3
Ihr Mütter thut es nicht, der Bauer ingemein,
4
Wenn er den Mist besieht, redt wol und gut Lad ein.

5
Spansch, wenn er klagt, daß man wil nach Rebeldern fragen:
6
Welsch, wann mit Gabeln sich die Cavaliere tragen.
7
Und wann er saüisch frist, giebt er frantzösisch zu:
8
Die Deutsche Sprache bleibt vor dieser Schaar zu Ruh.

9
Man hört nichts als Don Hans, als Signor Merta ruffen,
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Wann Balger Dominus läst Mons. Bartheln ruffen.
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Das sind die Sprachen bloß: Wer sich läst weiter ein,
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Der muß gestehn, daß sie sehr scharff gelehret seyn.

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Man hört die Schöppen ja (es sind sehr hohe Sachen)
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Vom Ent, und vom non Ent im Kretscham Schlüße machen:
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Kein Dorff ist, wo man nicht die schweren Fragen rührt,
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Und endlich in den Stock ein ander drüber führt.

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Zwar Schaaff und Küh und Pferd, und Hoff und Haus u. Leben,
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Muß vor das Lehr Geld er den scharffen Schulherrn geben:
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Ihr Mütter eure Söhn, indem ihr kratzt und schabt,
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Verlehnen auch ihr Gut und alles was ihr habt.

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Das ist der Unterscheid: Die Bauern hinterm pflügen
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Begreiffen ihre Kunst und Wißenschafft im Kriegen:
23
Viel Bauern Kinder sehn in Finstern Zimmern an,
24
Draus kaum der Zehnde das, was hier ein Bader kan.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Daniel von Czepko
(16051660)

* 23.09.1605 in Q2805434, † 09.09.1660 in Wołów

männlich, geb. Czepko

deutscher Dichter und Dramatiker

(Aus: Wikidata.org)

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