Herbstnacht

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Gottfried Keller: Herbstnacht (1845)

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Als ich, ein Kind, am Strome ging,
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Wie ich da fest am Glauben hing,
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Wenn ich den Wassern Blumen gab:
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Sie trügen all zum Meer hinab! –

5
Es hält die schwarzverhüllte Nacht
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Unruhig auf den Wäldern Wacht,
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Weil nun der Winter, kalt und still,
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Doch tödlich, mit ihr ringen will.

9
Es rauscht und weht das weite Land,
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Geschüttelt von des Sturmes Hand,
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Es rauscht von Wald zu Wald hinauf,
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Entlang des Stromes wildem Lauf.

13
Da schwimmt es auf den Wassern her;
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Wie ein ertrunknes Gnomenheer
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Schwimmt Leich an Leiche, Blatt an Blatt,
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Was schon der Streit verschlungen hat.

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Das ist das tote Sommergrün,
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Das zieht zum fernen Weltmeer hin –
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Ade, ade, du zarte Schar,
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Die meines Herzens Freude war!

21
Sing's in die Niedrung, dunkle Flut:
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Hier oben tobt ein heißes Blut,
23
Wie Heidefeuer einsam glüht,
24
An dem die Welt vorüberzieht.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottfried Keller
(18191890)

* 19.07.1819 in Zürich, † 15.07.1890 in Zürich

männlich, geb. Keller

Schweizer Schriftsteller, Dichter und Maler

(Aus: Wikidata.org)

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