Nun stimmet die Harfen und salbet die Geigen

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Gottfried Keller: Nun stimmet die Harfen und salbet die Geigen Titel entspricht 1. Vers(1844)

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Nun stimmet die Harfen und salbet die Geigen
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Und gebt euch die Händlein zum himmlischen Reigen,
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Ein Weiblein, ein Männlein,
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Ein Hühnlein, ein Hähnlein,
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Je zwei und zwei, wie sich's am besten schickt
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Und man sich am frömmsten zu Herzen drückt.

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Sind alle da? Ei, so verschließet den Himmel,
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Laßt draußen das sündige Pack und Gewimmel,
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Verberget die Kniffe,
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Die lüsternen Griffe,
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Wir haben den Geist uns zu Fleische gemacht
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Und feiern subtil die urewige Nacht!

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Zu wecken die schlaffen, wollüstigen Gluten,
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Bestreicht uns der Satan den Hintern mit Ruten;
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Die heilige Völle
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Durchwürze die Hölle!
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Nun löschet die Lichter von ungefähr;
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Das Töchterlein tanzt mit dem Missionär!

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O süßliches Grunzen, o seliges Dunkel,
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Begehrliches Suchen und tappend Gemunkel!
21
Mich fasset ein Schwindel!
22
Bacchantisch Gesindel!
23
O heilige, himmlische Windbeutelei –
24
Hinschmelz ich und sied ich im seligsten Brei!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottfried Keller
(18191890)

* 19.07.1819 in Zürich, † 15.07.1890 in Zürich

männlich, geb. Keller

Schweizer Schriftsteller, Dichter und Maler

(Aus: Wikidata.org)

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