Wanderlied

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Eduard Mörike: Wanderlied (1833)

1
Entflohn sind wir der Stadt Gedränge:
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Wie anders leuchtet hier der Tag!
3
Wie klingt in unsre Lustgesänge
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Lerchensang
5
hier und Wachtelschlag!
6
Nun wandern wir und lassen gerne
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Herrn Griesgram zu Haus;
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Ein frischer Blick dringt in die Ferne
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Nur immer hinaus!
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Wir wandern bis der späte Abend taut,
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Wir rasten bis der Morgen wieder graut.

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Man lagert sich am Schattenquelle,
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Wo erst das muntre Reh geruht;
14
Aus hohler Hand trinkt sich der helle
15
Kühle Trank
16
wohl noch eins so gut,
17
Nun wandern wir usw.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Eduard Mörike
(18041875)

* 08.09.1804 in Ludwigsburg, † 04.06.1875 in Stuttgart

männlich, geb. Mörike

deutscher Lyriker der Schwäbischen Schule, Erzähler und Übersetzer

(Aus: Wikidata.org)

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