An Clärchen

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Eduard Mörike: An Clärchen (1845)

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Die Freundin immer neu zu schmücken,
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Ich seh es wohl, ist deine Lust;
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Darfst du ins Haar den Kranz
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Des eignen bist du kaum bewußt.

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Und deinen Augen zu gefallen
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Erlaubt sie gern das müßge Spiel.
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Ach täglich mehr gefällt sie allen,
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Die allen schon zu sehr gefiel!

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Du machst sie,
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Kaum lieblicher als je sie war,
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Doch jede dieser Neuerungen
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Bringt neue Sorge und Gefahr.

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Heut ringeltest du Kinderlocken
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Wie schön um Hals und Nacken ihr!
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Ein Mädchen sieht das unerschrocken,
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Allein bedenk, bedenke,

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Zwar muß vom Reiz ein Dichter leben,
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Er heischt zurück was du versteckt,
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Ihm bleibt der Pfeil ins Herz gegeben
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Des Schönen, das ihn ewig neckt;

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Nur höre auf, der Welt zu zeigen
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Den Schatz, den sie uns schon mißgönnt!
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Wer gern ein Kleinod hat zu eigen,
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Es ist genug, daß

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Eduard Mörike
(18041875)

* 08.09.1804 in Ludwigsburg, † 04.06.1875 in Stuttgart

männlich, geb. Mörike

deutscher Lyriker der Schwäbischen Schule, Erzähler und Übersetzer

(Aus: Wikidata.org)

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