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Um die Herbstzeit, wenn man abends
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Feld und Garten gerne wieder
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Tauschet mit dem wärmern Zimmer,
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Bald auch schon den lang verschmähten
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Ofen sieht mit andern Augen,
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Jetzo noch zweideutigen:
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Haben wir hier auf dem Lande
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Noch die allerschönsten Stunden
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Müßig halb und halb geschäftig
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Plaudernder Geselligkeit.
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Jüngst so waren wir am runden
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Tisch versammelt um die Lampe.
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Eine Freundin, aus der Ferne
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Neulich bei uns angekommen,
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Saß, ein holder Gast, im Kreise.
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Abgetragen war das Essen,
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Nur das Tischtuch mußte bleiben.
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Reinliche Gefäße vor sich
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Eiferten die guten Frauen,
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Wer des vielkörnigen Mohnes
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Größern Haufen vor sich bringe;
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– Weißen hatten wir und blauen –
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Emsig klopften, unbeschadet
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Des Gespräches, ihre Messer,
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Während ich, zunächst dem Lichte,
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In den Haller Jahresheften
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Blätterte und hin und wieder
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Einen Brocken gab zum besten.
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Doch nach einer kleinen Stille,
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Plötzlich wie vom Zaun gebrochen,
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Sagte meine Schwester Clärchen,
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Schadenfrohen Blicks nach mir:
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»geld auf Zinsen auszulehnen
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Ist wohl keine üble Sache,
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Wenn man es nur christlich treibt;
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Denn vom Hundert zieht man immer,
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Wo nicht fünfe, doch fünfthalbe,
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Das ist einem wie geschenkt;
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Aber wer in müßger Weile
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An dem Mohnfeld einst vorüber
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Schlenderte, der grünen Häupter
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Eines an der Seite spaltend,
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Kleine Münze drin verbarg,
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Hoffend, daß es groß und größer,
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Eine Wunderfrucht, erwachse,
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Und so viel es Körner trüge
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So viel nagelneue Kreuzer
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Künftig in der dürren Hülse
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(eine feine Kinderklapper,
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Eine seltne Vogelscheuche!)
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Klingend in dem Winde schüttle,
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Der ist übel angeführt.
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Nicht nur, daß die Interessen
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Fehlen, auch die schönen Samen
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Sind vergiftet, schwarz gemodert,
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Und der unfruchtbare Mammon
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Lauter Grünspan, ganz unkenntlich,
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Garstig, wie dies Beispiel zeigt!«
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Und hiermit warf sie den Kreuzer
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Auf den Tisch, da lachte alles.
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»lassen Sie sich das erklären!«
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Sagt ich, zu dem Gast gewendet:
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»wer in Schwaben einen neuen
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Rock anhat zum ersten Male,
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Muß von Freunden und Bekannten
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In das neue Taschenfutter
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Einen blanken Kreuzer haben;
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Und so ward mir, ländlich sittlich,
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Auch der meine vorgen Sommer
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Für den hübschen Schlafrock, eben
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Den man gegenwärtig sieht.
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Jenen Morgen nun erging ich
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Guten Mutes mich im Garten,
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Tat auch wirklich wie sie sagt,
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Doch was ich dabei mir dachte,
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Muß ich wohl am besten wissen.
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Ein Orakel sollt es sein,
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Das der Herbst erproben würde:
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Bringt die Kolbe blauen Samen,
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Ist der liebe Gast nicht kommen;
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Bringt sie weißen, wird er dasein
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Eben wenn man sie eröffnet;
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Und um sie genau zu zeichnen
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Legt ich jene Münze ein.
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Aber bald war dieses alles
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Bis den Augenblick vergessen.
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»nichts!« rief die Schwester:
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»nein, ich lasse mir's nicht nehmen,
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Spekulieren wolltest du!
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Und der Fall beweist nur wieder,
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Was oft, dich in Schutz zu nehmen,
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Andere mit mir bezeugten:
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Daß mein teuerster Herr Bruder
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Bei dem allerbesten Willen
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Einmal nicht geboren ist.«