Das zu grose und zu kurtze Glücke

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Nicolaus Götz: Das zu grose und zu kurtze Glücke (1751)

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Ein Maülgen hat mein Mund von Ihrem Mund geraubet,
2
Ob sie mir gleich die Hand vor meine Lippen hielt.
3
Wie es Sekund beschreibt, so hab ich es gefühlt,
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Und mich glückseeliger, als Könige, geglaubet.
5
Doch meine Lust verschwand gleich einem Waßerschaum,
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Und wie es mir ergieng, muß stets im Zweifel liegen.
7
Mein Glück war zwar zu gros für einen leichten Traum,
8
Ach! aber, auch zu kurtz, für ein warhaft Vergnügen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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