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Ach weh, daß auch zuletzt der Würger kan bezwingen
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Die Götter dieser Welt! Ach, daß er sie kan bringen
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Zu sich ins finstre Grab! Ach, er hat unsern Held,
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Der Potentaten Kron', ja den die ganze Welt
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Mit Furcht verehren that, den Helfer und Erretter,
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Den großen Capitein, der Libertet Vertreter,
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Zu sich gerissen hin! Ach, Martis Grausamkeit,
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Des Fürsten Löwenmut, der unerhörte Streit
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Hat dieses edle Blut so jämmerlich vergossen!
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Ach weh, daß wir den Sieg, den großen Sieg genossen
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Mit blutigem Triumph, dadurch in kurzer Frist
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Der Ueberwinder selbst hinweg gerissen ist.
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Schaut an die ganze Welt, sie hat all' ihre Sinnen
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Gerichtet auf sein Thun, sein Lassen und Beginnen;
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Europa stehet stil, der türkische Tyrann,
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Ganz Orient mit ihm, schaut diesen Helden an:
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Der spanische Monarch mit Zittren ist ümgeben,
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Er spricht: »Wen finden wir, der da kan widerstreben
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Dem Held aus Schwedenreich?« Der Pabst zu Rom erschrickt
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Vor einem, den er doch zuvor noch nie erblickt;
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Ganz Oesterreich das bebt; es fliehen die Ligisten,
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Sie richten nichtes aus mit Waffen und mit Listen;
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Die Pfaffen halten Rat; Prälaten sammlen sich,
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Sie finden keinen Trost, sie laufen emsiglich
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Zu ihrem Abgott hin; da wils auch nicht gelingen,
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Der Antichrist weiß selbst kein Rat zu diesen Dingen;
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Ihr Beten ist ümsonst; die Messen taugen nicht;
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Was hilfts, es kommt herzu des großen Gotts Gericht;
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Es ist die letzte Zeit, daß Babylon sol fallen,
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Daß die verfolgte Kirch' mit Freuden wird erschallen
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Dieß schöne Siegeslied: Das Urteil gehet itzt
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Ueber die Hure aus, die auf dem Berge sitzt,
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Die trunken worden ist vom Blut der Auserwählten,
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So unter ihrem Reich in der Verfolgung quälten;
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Nun wird der Antichrist, das siebenköpfig Thier,
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Der ungeheure Drach', werden zertreten schier.
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Wohlauf, sie brennet all, sie wird im Grimm zerrissen,
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Sie wird beraubet ganz und ihre Macht zerschmissen,
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Bald wollen wir mit Lust, hilf Gott, anschauen auch
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Wie die verbrante Stadt läßt gehen auf den Rauch.
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Der Held aus Schwedenreich der hat die Maur gebrochen
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Der schnöden Babylon, er hat das Blut gerochen
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Der frommen Martyrer, so durch des Thieres Macht
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Ganz unerhörter Weis' wurden zum Tod gebracht.
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Sein königliches Herz nicht länger kont' ertragen
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Die große Tyrannei: Gustavus wolt' es wagen;
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Er hat sein tapfres Volk in Eil zusammen bracht,
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Sein Volk, das von dem Feind ganz höhnisch ward veracht;
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Ein Volk, zwar klein von Zahl, jedoch sehr groß von Thaten,
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Ein Volk, dem, Gott sei Lob! sein Anschlag ist geraten.
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Des Volkes Führer war ein Leu, ein kühner Held,
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Gottsfürchtig, treu, gerecht, berühmt in aller Welt,
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Vorsichtig, unverzagt, großmächtig, hochgezieret
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Mit Weisheit und Verstand, ja, dessen Lob berühret
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Des hohen Himmels Spitz', weil er mit großem Mut.
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Die teutsche Freiheit hielt in königlicher Hut.
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Es war das Vaterland fast ganz und gar verzehret,
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Es war der Fürsten Macht durch fremden Neid verheret;
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Der erste ward ein Schlav', der andre ward verjagt,
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Der dritt' gar abgethan, der letzte sehr geplagt
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Von dem barbarschen Volk, den glaublosen Croaten;
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Da mußte Gott zuletzt den großen Potentaten,
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Den Held aus Nordenland, erwecken, daß er bald
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Sein wolgeplagtes Volk erlöste mit Gewalt.
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Er kam in Gottes Gleit mit den sieghaften Waffen,
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Der armen Kirche Ruh', Rat, Hülf' und Trost zu schaffen,
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Es war sein ganzes Heer mit einer großen Schar
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Der Himmelsgeisterlein ümgeben ganz und gar;
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Er schreckte seine Feind' und zog daher mit Brausen,
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Gleich wie von Norden pflegt der Boreas zu sausen;
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Er kam, sah und bezwang die Vesten ohne Zahl,
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Die Schanzen wurden auch gewonnen allzumal,
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Ja, ganze Fürstentum und was je war genommen
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Den edlen Prinzen ab, must' zu der Freiheit kommen;
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Ein jeder kriegt das Sein', ein jeder Herr sein Land,
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Sein Haus, Ehr', Gut und Macht, ja hochfürstlichen Stand.
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Die, so das fremde Land ein' kleine Zeit besessen,
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Die musten schleunig fort, ihr ward gar bald vergessen;
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Ihr Herschaft hatt' ein End', ihr Fürstenstand war aus,
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Der große General floh wieder hin nach Haus.
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Indessen fuhr der Held frisch fort den Feind zu zwingen
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Und Teutschland zu der langgewünschten Ruhe bringen;
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Er trieb den Feind hinweg, der Oderstrom ward frei,
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Die Elbe ward erlöst, die Weser kam herbei,
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Der weitberühmte Rhein must' auch die Schweden grüßen;
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Die bischöfliche Städt' die musten auch einbüßen;
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Der Feind floh überall; es war durchs ganze Land
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Des großen Gideons Triumph und Sieg bekant.
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Da kam zuletzt heran der alte Fuchs geschlichen
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Ins werte Sachsenland, daraus der Held gewichen,
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Das Land leid große Not, Mord, Raub und Tyrannei,
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Der antichristisch Hauf' war aller Sorge frei;
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Bis unser Josua in Eil' sich that begeben
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Den Feinden ins Gesicht, und wolt Ehr', Leib und Leben
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Aufsetzen, ja sogar die königliche Kron'
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Vor teutsche Libertet und die Religion.
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Er und sein ganzes Heer die riefen an den Namen
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Des Herren Zebaoth, bis daß die Feind ankamen;
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Da fieng der kühne Held den Kampf mit Freuden an,
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Und schlug mit solcher Macht, daß beides Roß und Mann
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Das Erdreich küsseten, ließ drauf Musketen klingen,
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Und denn ohn Unterlaß auch die Kanonen singen,
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Da war Feur, Rauch und Dampf, Menschen- und Thiergeschrei,
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Das Brausen der Geschütz', Stein, Hagel, Eisen, Blei,
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Ein gräuliches Getön der Trommeln und Trompeten;
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Es schwebten in der Luft viel Fahnen und Corneten;
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Gott half von oben her; die Feinde liefen vor,
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Die Ueberwinder nach, der alte Fuchs verlor
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Lob, Ehr' und allen Ruhm. Es ward viel Bluts vergossen,
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Die treuen Rittersleut' die fochten unverdrossen,
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Bis daß sie wunderlich durch Gottes große Macht
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Den vollenkommnen Sieg rühmlich davon gebracht.
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Da haben sie mit Lust ein Lobgesang gesungen
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Dem allerhöchsten Gott, weils ihnen war gelungen;
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Noch wars vollendet nicht, der Held aus Nordenland
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Zog fort mit großem Ruhm, bis er die Feinde fand.
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Der wunderschöne Strom, die Donau, sah ankommen
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Das göttlich Kriegesheer; da das der Feind vernommen,
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War er bemühet, sehr bald zu entrinnen noch,
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Oder im Walde ja sich zu befreien doch;
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Aber es war ümsonst, der Feind ist überwunden,
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Und seine große Macht gedämpft in wenig Stunden.
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Es war ein herrlich Sieg, dabei denn auch zuletzt
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Der alt Colonel sein Leben zugesetzt.
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In solcher großen Not, die Babel hatte troffen,
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Da wolte doch der Feind noch gleichwol Sieg verhoffen:
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Der Antichrist berief sein ganz geschornes Heer;
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Der Feind erholte sich; die Liga rief zur Wehr;
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Der ehmals Admiral ward abermal erkoren,
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Daß er das wiederbrächt', was schändlich war verloren.
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Der rüstet sich ins Feld, der samlet Roß und Mann,
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Und zwar ein großes Volk; er fieng es tapfer an;
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Er kam mit seinem Heer, den großen Held zu schlagen,
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Verhofft ein ewigs Lob und Namen zu erjagen;
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Aber, o starker Herr, heiliger Zebaoth,
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Der du im Himmel sitzst, dir war es nur ein Spott;
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Du hast des Gideons sein Arme lehren streiten,
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Du thust ihm abermals ein neuen Sieg bereiten;
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Mit Zuversicht auf dich und Hoffnung hat der Held
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Des Feindes große Macht jetzt abermal gefällt.
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Der Feind, der große Feind, so bald er hat gesehen
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Den Siegesfürsten selbst ihm unter Augen gehen;
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Ist er geflohen hin, doch folget ihm mit Macht
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Des Ueberwinders Heer und reiset Tag und Nacht,
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Bis es den Feind antrift. Der war vol Angst und Schrecken,
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Da thut der höchste Gott des Helden Mut erwecken,
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Daß er zum letzten Mal, ach weh! die große Schar
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Viel tausend kühner Mann erleget ganz und gar.
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Der Sieg war trefflich groß, nachdem der Feind geschlagen;
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Doch müssen wir zumal, ach leider! schmerzlich klagen:
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Der Held, der Kriegesfürst, die Kron in Israel,
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Der König ist dahin, er ist gestorben schnell:
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Er, leider! hat der Freud des Sieges nicht genossen.
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O, weh der großen Not! er hat sein Blut vergossen,
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Sein Blut, sein edles Blut, das er samt Reich und Kron'
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Gewaget hat für uns und die Religion.
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Ach, schauet an den Leib, wie ligt er ausgezogen,
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Nachdem der hohe Geist von ihm hinweg geflogen,
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Hier ist sein' tapfre Brust, hier ist sein Angesicht,
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Hier ist sein starker Arm, hie seiner Augen Licht!
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Seht, hie ligt Hannibal, Hektor und Alexander,
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Gottfridus, Carolus, und David mit einander,
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Hie Kaiser Julius, hie Josua der Held,
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Hie Scipio von Rom, hie ligt das Haubt der Welt!
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Hie ligt die Frömmigkeit, die Gottesfurcht daneben,
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Hie ligt Gerechtigkeit, mit wahrer Lieb' umgeben!
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Lauf, Fama, lauf geschwind, fleug schnell durch alle Land
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Und mach des Helden Tod, ach weh! der Welt bekant.
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Steht stil, ihr Wasserflüß', und schauet doch mit Thränen
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Den toten Körper an; ihr Wälder, thut euch sehnen
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Nach diesem Gideon; o Luft, verändre dich
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Und deck' den Himmel zu mit Wolken jämmerlich!
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Ihr Winde, seufzet doch; ihr Vöglein in den Lüften,
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Singt euren Traurgesang, ihr Thier' in finstern Klüften,
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Betrübet euch mit uns; ihr Fisch im tiefen See,
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Verlasset eure Stell'; ihr Geister, schreiet weh:
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O hellleuchtende Sonn', verbirg doch deine Stralen;
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Ihr Sternlein, die ihr pflegt den Himmel schön zu malen,
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Verkriechet euch zugleich; Diana, kleide dich
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Mit deinem bleichen Rock; o Firmament, zerbrich!
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Du aber, hoher Geist, du hast hinweg genommen
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An einen solchen Ort, da nimmer wird hinkommen
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Der Thränen schwere Klag; du bist im Freudensal,
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Du bist in süßer Lust, wir bleiben in der Qual.
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Dir ist mit großem Pracht und Ehren aufgesetzet
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Die Kron' der Ewigkeit, die dir niemand verletzet,
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Du schauest nunmehr an den Herren Zebaoth,
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Den König aller Welt, den dreieinigen Gott.
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Der Körper ruhet sanft, bis daß in jenem Leben
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Ihm wird sein edle Seel' mit Freuden wiedergeben;
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Wir leben hier in Not, in Trübsal und Gefahr
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Und bitten höchlich Gott, daß er uns doch bewahr,
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Sein kleines Häufelein. Ach, Herr, laß dichs erbarmen,
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Daß in der letzten Zeit verlassen sein wir Armen;
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Herr, der du in der Not ein treuer Helfer bist,
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Erhalt' dein Kirchelein, und steur dem Antichrist;
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Erwecke doch den Mut der teutschen Potentaten,
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Laß all ihr Werk und Thun glücklich und wol geraten;
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Gib, daß sie bleiben stets in rechter Einigkeit,
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So bleibt dein heiligs Wort und Vaterland befreit.