Schäfferey von der Nimfen Hercinie

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Martin Opitz: Schäfferey von der Nimfen Hercinie (1618)

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Der Monde machte gleich mehr Stunden zu den Träumen,
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Der Stock stundt ohne Wein, das Obst war von den Bäumen,
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Der strenge Nortwindt nam den Püschen ihre Zier
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Und auff die Wage tratt der Scorpion herfür.

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Weil mein Verhengniß wil unnd lest mir nicht das Glücke
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Bey dir, mein Augen-Trost, zu leben nur allein,
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So giebet zwar mein Sinn sich mit Gedult darein,
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Doch sehnt und wündtschet er auch stündlich sich zurücke.

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Es ist ja lauter nichts, wo diese schöne Blicke,
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Diß Liecht, das mich verblend, deß güldenen Haares Schein,
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Das mein Gemüthe bindt, diß Lachen nicht kan seyn,
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Der Mund und alles das, wormit ich mich erquicke.

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Die Sonne macht mir kalt, der Tag verfinstert mich,
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Ich geh' und weiß nicht wie, ich geh' und suche dich,
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Wohin du nie gedenckest. Was macht mein treues Lieben?

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Ich seh' und finde nichts; der Mangel deiner Zier
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Hat alles weggeraubt; zwey Dinge sind noch hier:
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Das Elend nur und ich, der ich darein vertrieben.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Martin Opitz
(15971639)

* 23.12.1597 in Bolesławiec, † 20.08.1639 in Danzig

männlich, geb. Opitz

natürliche Todesursache | Pest

deutscher Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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