1. Glückwündschungs-Lied

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Martin Opitz: 1. Glückwündschungs-Lied (1618)

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Die schöne Sonne steiget,
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Die Lufft kriegt neue Zier,
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Fast kein Geflügel schweiget,
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Die Blumen scheinen für,
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Die grünen Hügel lachen,
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Die Saate gehet auff,
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Wald, Wild und Feld erwachen,
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Der Lentz kriegt seinen Lauff.

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O Vatter, Herr der Erden,
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Diß wird von dir gethan;
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Laß doch uns auch froh werden,
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Sieh' uns auch wider an,
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Daß deines Segens Wonne
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Bald möge bey uns seyn,
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Und deiner Gnaden Sonne
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Uns gebe neuen Schein.

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Laß' uns doch nicht mehr wallen
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In solcher Krieges-Last,
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Verpflantz' in Ruh' vor allen
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Die Aeste vom Piast,
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Die Königlichen Aeste,
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Die wider ihre Schuld
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Ernähren frembde Gäste,
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In Hoffnung und Gedult.

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Halt ob dem lieben Helden
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Georg-Rudolffen Hand,
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Laß bald ihn hören melden:
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Komm wider in dein Land;
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Es müsse vor dir fliehen
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Der Waffen schwere Last,
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Das Feldt und Stätte blühen,
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Die du zu Diensten hast.

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Ihr, denen jetzt beliebet,
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Zu trotzen auff die Macht,
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Die euch der Krieg nur giebet,
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Seyt wol darauff bedacht,
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Daß Mars doch fort muß gehen;
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Der Fürsten hoher Stand
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Und sie doch bleiben stehen:
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Gott hält ob ihnen Hand.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Martin Opitz
(15971639)

* 23.12.1597 in Bolesławiec, † 20.08.1639 in Danzig

männlich, geb. Opitz

natürliche Todesursache | Pest

deutscher Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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