76. An Baltien

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Paul Fleming: 76. An Baltien (1624)

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Darf, edle
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weil dieser kleine Brief sehr weit zu reisen hat,
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da List zu Felde liegt mit Neide früh' und spat,
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da Vorwitz und Betrug den schmalen Paß berennen,

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so wirst du aus der Hand doch meinen Namen kennen,
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die du wie deine kennst. Sie, meines Herzens Rat
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und stumme Rednerin, bezeugt dirs in der Tat,
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wie ich von deiner Brunst nicht lasse nach zu brennen.

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Bist, du, wie ich, gesinnt, so bleibst du unverwandt,
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behältst mir deine Gunst, bis daß ich deine Hand,
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die zarte, dermaleins hinwieder werde küßen.

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Itzt muß ich weiter fort. Doch solst du, meine Zier,
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noch dieses wahre Wort von mir zu letzte wißen,
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je weiter ich mich mach', je näher kömst du mir.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Paul Fleming
(16091640)

* 05.10.1609 in Hartenstein, † 02.04.1640 in Hamburg

männlich, geb. Fleming

natürliche Todesursache | Lungenentzündung

deutscher Schriftsteller und Arzt

(Aus: Wikidata.org)

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