13. Eile zum Lieben

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Paul Fleming: 13. Eile zum Lieben (1624)

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Liebste, die du's warlich bist,
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wilt du mehr sein als nur heißen,
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so laß sich dir nicht entreißen
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dieser Jahre kurze Frist,
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welche Flüssen gleich und Pfeilen
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unvermutet von uns eilen!

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Jugend liebt und wird geliebt.
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Wilst du mich und dich betrüben?
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Es ist ja das süße Lieben
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eine Tat, die Alles übt,
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bevoraus wenn man noch grünet,
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das uns Gegengunst verdienet.

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Diß vermischte Milch und Blut,
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der Hals, diese weichen Hände
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schleißen hin. Es nimmt ein Ende,
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was uns itzt so süße tut.
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Und von dem wir itzund leben,
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wird uns bald dem Tode geben.

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Laß uns blühen, wie wir blühn,
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eh' der Winter welker Jahre
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dir die goldgemengten Haare
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wird mit Silber unterziehn,
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eh' mir dieser Mund erblasset,
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der denn haßt und wird gehasset!

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Geb dich mir, wie ich mich dir,
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und versichre dich beineben,
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daß ich dir kan wiedergeben,
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was du hast gegeben mir!
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Was du hast, das bleibet deine;
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doch so ists nicht minder meine,

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Stimmt ihr Götter ein mit mir!
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Helft mir ihren Ruhm erheben!
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Sie ist meines Lebens Leben,
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sie ist aller Zierde Zier,
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und allein der Preis der Schönen,
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der gebührt nur

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Paul Fleming
(16091640)

* 05.10.1609 in Hartenstein, † 02.04.1640 in Hamburg

männlich, geb. Fleming

natürliche Todesursache | Lungenentzündung

deutscher Schriftsteller und Arzt

(Aus: Wikidata.org)

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