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Wilkommen, liebster Freund, sprach Venus zu Osiren,
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geht ein, kommt alle her, helft unsre Freude zieren!
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Im Fall ihr habet nur zu essen mitgebracht,
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so dörft ihr zahlen nichts, als was das Trinken macht.
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Der Gäste waren viel, die mit Evasten kamen
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und ihren Abtritt hier bei diesen Rittern namen.
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Nachdem die Höflichkeit und Alles war getan
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und nun gesessen ward, hub Komus also an:
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Wie bin ich doch so froh, daß ich mich zu euch setzen
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und mich auf diesen Tag mit euch soll recht ergetzen!
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Wolan, da habt ihr mich, ihr rechten Deutschen ihr!
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Wer das nicht gläuben will, der setz' uns Wein und Bier
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und nasse Waare vor. Umb Kannen Lanzen brechen,
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turnieren umb ein Glas, und kalte Schalen stechen
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ist unser Ritterspiel. Wer hier am strengsten läuft,
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den andern übereilt, zu Gottes Boden säuft,
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Der ist der beste Man. Wir reiten in die Schwemme
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und baden Mund und Bauch. Wir führen große Dämme
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von Gläsern vor uns auf. Wir spielen für und für.
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Das Kraut ist hier der Wein, das Lot ein frisches Bier,
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das man das beste heißt. Wir feuren aus den Stücken,
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die uns ein Glaser geust. Wir bauen gleichsam Brücken,
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bewachen allen Paß, wir rücken an den Feind,
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der feindlich ist in dem, daß er sich nennet Freund.
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Umb Freundschaft führt man Krieg. Wir machen Nacht zu Tage,
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zu Nachte manchen Tag. Man hört von keiner Klage,
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als wenn man nicht mehr kan. Wir fallen wie wir stehn,
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wir wollen keinen Schritt aus unsern Gliedern gehn,
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das Kriegern schimpflich ist. Man sieht die Troupen schwingen
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und machen Karakol. Wir lachen, jauchzen, singen,
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das Feldspiel dient für uns. Dort zeigt sich ein Squadron,
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hier eine Compagnie, und ist gefasset schon,
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daß sie dem Feinde steh'. Es geht zu, wie im Kriegen.
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Der Anbruch wird gemacht. Wir kommen, sehen, siegen,
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das Glücke will uns wol. Bald sind wir Freund, bald Feind;
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wenn wir am ärgsten tun, so ist es gut gemeint.
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Wir fechten ritterlich, vergießen das Geblüte,
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wie wirs getrunken ein. Das durstige Gemüte
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erwündscht ihm stets den Feind, mit dem sichs raufen kan,
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daß beide fallen hin auf den besagten Plan.
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Die Gläser loben wir, die einen Schimpf verstehen,
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und wider Tisch und Wand mit unsern Köpfen gehen,
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und fester sind, als sie. Wir schenken ehrlich ein
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und trinken redlich aus. Wenn denn der blanke Wein
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durch das berühmbte Glas in liechtem Golde blinket,
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da wächst uns erst der Mut, daß man beherzter trinket.
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Wir stiften Brüderschaft. Der Trunk macht alle gleich.
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Die Feigen werden frisch, die Armen werden reich
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durch das geliebte Glas. Es läßt sich Keiner scherzen,
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wenns der Gesundheit gilt, er hebt von ganzem Herzen
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und leert die Schale wol. Er macht es redlich aus,
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und dräng' ihm Schweiß und Bier und alles Andre raus,
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es muß geleeret sein. Wir trinken auf viel' Weisen,
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die nicht gemeine sind bei schlechter Leute Schmäusen.
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Bei Trinken ist auch Kunst. Und daß mans ja wol kan
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besehen, stecken wir für eins zehn Liechter an.
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Das Recht erfordert das. Wer sagt nicht, daß wir schießen?
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Der rauchende Tabak wird dieses zeugen müssen,
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der uns umbnebelt ganz. Der aufgefahrne Dampf,
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von vielen Orten her, macht, daß man diesen Kampf
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von fernen nicht erkennt. Der Feind will überlegen,
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der Freund ingleichen sein. Wir greifen nach den Degen,
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die man sonst Röhren heißt. Ein gläsernes Pistol
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tanzt manchem umb den Mund, daß er hinsinken soll.
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Das ist ein schöner Tod, der bald nach sieben Stunden
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uns wieder leben läßt. Wir schlagen frische Wunden
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und heilen uns durch sie. Kein Pflaster ist so gut,
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als wenn man Hundeshaar' auf diese Schäden tut.
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Wir meinens brüderlich. Ein Ieder gönnt dem andern
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mehr als er selbsten hat. Die Gläser sind zum Wandern,
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zum Stehen nicht gemacht. Wir wetten auf den Man,
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der etwan, wie man meint, nicht mehr bestehen kan.
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Man singt, man pfeifts ihm ein. Das ist die rechte Katze.
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Man brauchet manchen Fund, wie man das Bier nein schwatze.
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Der bringet einen Schwank, der schneidet einen Fleck,
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den Polyphemus selbst nicht solte tragen weg,
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der saget neue Mähr': der Papst sei luthrisch worden;
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zu, weiß nicht wo, komm' auf ein nagelneuer Orden.
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Der giebet Rätsel auf, worein wol Alles geht:
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Was lieget, wenn wir stehn, und wenn wir liegen, steht?
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Warumb man Käse schabt? Was eine bunte Ziege
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wol habe vor ein Fell? Vor was die Elster fliege?
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Was doch wol dieses sei, das nicht hat Haut, nicht Haar,
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und wenn es kömmt zur Welt, so brummt es wie ein Bar?
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Warum der Fuchs nicht fleugt? Was zwischen Beinen wächset?
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und was der Schnacken mehr. Man lachet, daß man lächset
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vom tiefsten Bauche rauf. Wir springen auf den Tisch,
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wir tanzen um ein Glas, verkaufen unterm Wisch,
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im Fall es Greifens gilt. Das Zehrlein macht uns kühne.
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Ein Ieder ist bemüht, zu haben eine Fine,
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der er zu Diensten steht. Der sonst so keck kaum war,
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daß er sie nüchtern grüßt, umbfänget sie itzt gar
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und giebt ein Herzen drein. Uns freudenvollen Gästen
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ermangelt keine Lust. Wir tönen nach dem Besten
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muß ganz von vornen an gesungen werden aus.
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Wir figuriren wol. Die schönen Künste steigen
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auch mit dem Trunke stets. Diorben, Flöten, Geigen
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sind unser täglichs Spiel. Und können wir mehr nicht,
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so muß das ABC auch kommen vor das Liecht.
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Du schöne Compagnie, Dank habe deiner Ehre,
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daß du mich auch nimbst ein! Wenn was zu Wünschen wäre,
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so wolt' ich, daß der Tag, da ich euch wohne bei,
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von tausent Jahren nur der allererste sei.
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Ich weiß nicht, wie es kam, daß in die Badestuben
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von offner Tafel weg sich diese zwei erhuben,
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die heute sind getraut. Der Venus glüdner Sohn
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schlich ihnen heimblich nach. Das war ihr rechter Lohn.
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Da ward der Kauf gemacht, da ward der Rat geschlossen.
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Cupido kam gelacht. Sind, sprach er, das nicht Possen?
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Ei, Mutter, seht doch her! und zog das gute Paar,
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das den Gesichtern nach fast ganz erstorben war,
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für alle Gäste vor. Was kanst doch du nicht riechen,
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sprach Venus, lieber Sohn! Wer will sich nun verkriechen,
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weil auch ein solcher Ort nicht sicher ist vor dir,
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auf den man nie gedacht? Was saget aber ihr?
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Die Braut, bald rot, bald blaß, fieng endlich an zu reden:
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Wat schal ich arme Kind? Gott wet, wat sy my deden.
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Das ander Ycks - Kacks - Kol hub sie auf undeutsch an,
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das ich noch nicht versteh', und auch kein Gott nicht kan.
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Wolan, sprach Paphie, das geht nach meinem Sinne.
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Wie schickt sichs doch so wol! Itzt sei sie
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und übermorgen Braut! Da ward erst laut gelacht.
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Da ward die ganze Nacht mit Freuden hingebracht.
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Da gieng das Scherzen an. Die spielten der fünf Karten,
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die jagten Fuchs ins Loch in dem beschneiten Garten.
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Das Kalb ward ausgeteilt. Des Schuchs, der blinden Kuh,
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des Richters ward gespielt, des Königs auch darzu.
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Drauf ging das Tanzen an. Der Reien ward geschwungen
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auf sein gut Polnisch her. Da ward vollauf gesprungen
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nach der, nach jener Art. Das Trara war nicht schlecht.
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Der Staat- und Schäfertanz ward auch geführt, wie recht.
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Das Beste, das noch kam, das war die bunte Reie,
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die Venus machen hieß auf einer weichen Streue.
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Ein Ieder schmiegte sich an seinen Nachbar an,
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die Türe ward gesperrt, die Liechter ausgetan.
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Da ging es recht bunt zu. Diß lob' ich hier zu Lande,
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daß mancher seinen Wundsch so bringen kan zu Stande.
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Der harte Vater schilt, die Mutter ist zu scharf.
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Die er sonst in der Stadt nicht kühnlich sprechen darf,
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die legt er neben sich, und läßt die guten Alten
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zu Hause, wo sie sind, nach ihrem Willen walten.
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Er braucht der kurzen Zeit, die Alles bald vergißt.
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Das Schlechtste, das er tut, ist, daß er herzt und küßt.
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Eins ist es, daß mir hier an Kösten misgefället,
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daß solche süße Zeit zu bald wird abgestellet.
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Was macht doch ein Tag froh? Eh' man recht fänget an,
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so ist es ganz und gar umb alle Lust getan.
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Mein Deutschland hat in dem weit eine bessre Sitte,
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nimbt auf den andern Tag auch noch den dritten mitte.
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Der erste macht bekant, der andre stärkt den Mut,
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daß man den dritten oft wie Braut und Bräutgamb tut.
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Da wird manch neues Paar. Ist einer noch nicht müde,
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wolan, der vierte dient auch noch zu seinem Friede,
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der für die Braut gehört und die ihr aufgedient.
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Wer denn noch nicht hat satt, der hat sich viel erkühnt.
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Was aber soll ich tun in einer frembden Sachen?
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Man wird hier Neues nichts umb meinetwillen machen.
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Ich muß nur lustig sein, es nehmen, wie es kömpt;
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zu frohsein ist der Tag, zu rechten nicht bestimpt.
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Wolan, ich mache mit. Ihr Jungfern und Gesellen
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und die ihr gerne sitzt vor, bei und in der Hellen,
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nehmt diesen Tag in Acht! Der Tag geht euch auch an.
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Seid lustig, wie ihr tut, bis keines nicht mehr kan.
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Der Tag zwar endet sich, nicht aber unsre Freude.
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Die Nacht ist auch für uns, ob gleich die neuen Beide
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uns lieber sehen gehn. Nein, Bräutgamb, nein, Braut, nein!
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Ihr müßt ein wenig noch bei euren Gästen sein!
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Was aber hilft es uns, daß wir euch sollen hindern
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und euch die süße Lust mit unserm Halten mindern?
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Geht, Liebste, wie ihr wolt, geht, fangt das Streiten an,
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ohn' welches zwischen euch kein Friede werden kan!
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Doch seid nur unverführt, o Braut, daß ich von Kriegen,
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von Streiten was gedacht! Es kömmet doch zum Siegen.
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Ich will euch Bürge sein auf Alles, was ihr wolt,
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daß ihr aus dieser Schlacht das Leben bringen solt.
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Es ist auf Nichts gemeint, als nur auf lauter Leben.
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Nichts als der Tod bleibt tot. Wolt ihr mir Glauben geben:
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der Feind, der euch so trutzt und fordert stolz herfür,
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der hat so dünne Haut, so weiches Fleisch, als ihr.
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Geht, Bräutgamb, leget euch in Gottes Namen nieder,
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und wenn ihr morgen denn steht auf, so sagt mirs wieder,
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ob nicht der Liebsten Mund noch zehnmal süßer schmeckt,
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als euer bestes Tun und edelstes Confect!
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Zwar wißt ihrs doch vorhin. Das Andre muß ich schweigen,
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das ihr gewißlich tun und keinem werdet zeigen.
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Geht, Bräutgamb, mit der Braut, geht, trefft die rechte Tür,
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und, daß euch niemand irrt, so steckt den Plocken für!