So, wie bey schwüler Lufft, schwartzblauer Wolcken Nacht

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Johann Christoph Rost: So, wie bey schwüler Lufft, schwartzblauer Wolcken Nacht Titel entspricht 1. Vers(1741)

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So, wie bey schwüler Lufft, schwartzblauer Wolcken Nacht,
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Den heitern Horizont auf einmahl dunckel macht;.
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Des Tages Lieblichkeit in Sturm und Blitz verkehret,
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Und Schlag auf Schlag die Furcht der Sterblichen vermehret:
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So, und weit schneller noch, fuhr auch der Neuberin,
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Des starcken Gottscheds Zorn prosaisch durch den Sinn.
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Sie hätte nie geglaubt, um Stüven, um Alziren,
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Zween Freunde, ja noch mehr, zween Gönner zu verliehren.
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Die Schickung fügt es so; das wiederfährt uns offt,
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Woran wir nie gedacht, worauf wir nie gehofft.
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Sie dacht in ihrer Ruh an das entfernte Norden,
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Wo sie durch Annens Winck, noch einmahl groß geworden.
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Ihr Amazonen Hertz voll Großmuth und Geduld,
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Erinnerte sich hier der abgestorbnen Huld.
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Frisch! sprach sie bey sich selbst, das Glück kan ich entrathen:
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Ich wette meine Kunst erweckt noch Potentaten;
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Mein Ruff dringt noch gewiß vor grosser Fürsten Thron,
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Im Geiste dünckt es mich, Schach Nadyr winckt mir schon.
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Umsonst, kein Nadyr winckt, kein Fürst rufft deiner Bande;
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Bleib und ernähre dich in deinem Vaterlande!
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Auch hier stellt sich vielleicht, Neid und Verfolgung ein,
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Kein Mensch kan, eh' er stirbt, des Glücks gesichert seyn.
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Und lebst du nun in Ruh? gefehlt, ergreif die Waffen!
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Man untergräbt dein Glück; ein Feind macht dir zu schaffen;
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Ein Feind, der an der List dem Kuntz von Kauffung gleicht;
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Die Rach aufs höchste treibt, und im Geheim erschleicht.
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Dein Glück ist dir geraubt, wenn du den Ruhm verlohren.
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Die See thaut langsam auf, die jähling zugefrohren.
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Beschimpft man dich einmahl, so mache, was du wilst,
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Es gehen Jahre hin, eh du die Schmäh-Sucht stillst.

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Doch dieses konnte noch die Neuberin nicht dencken:
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Sie hatte keine Spuhr von des Professors Räncken;
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Sie dacht, er wäre noch ietzt, wie zuvor, ihr Freund,
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Drum fürchtete sie ihn auch nicht als einen Feind.
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Indeß verkauffete schon Breitkopf die Satyre.
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Kein Bürger, kein Student gieng in den Bär zu Biere,
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Der auf dem Tische nicht die Spottschrifft liegen sah,
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Denn für die Gäste lag sie frey zu lesen da.
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Er las sie, nicht genung, er eilte sie zu kauffen,
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Und auf der Treppe sah man nur Satyren lauffen.
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Die Blätter giengen ab, bis auf ein Exemplar,
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Das, zu dem Nachschuß, noch zurück geleget war.

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Die Schickung ließ die Schrifft in Suppigs Hände fallen
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Den schätzt die Neuberin, von ihren Leuten allen,
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Nur ihres Umgangs werth; den zieht sie jedem vor;
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So hub Elisabeth den Essex kaum empor.
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Nur Suppigen steht frey, da, wo sie wohnt zu wohnen;
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Nach Kochen, giebt sie ihm die künstlichsten Personen;
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Wenn sie Printzeßin ist, erhebt ihn ihre Wahl,
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Und Suppig wird ihr Printz, so fügt sichs allemahl.
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Doch bey dem Liebling ist die Gunst auch nicht verschwendet,
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Er hat ihr, für dieß Glück, sich und sein Hertz verpfändet.
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Er dienet ihr mit Lust, thut, was sie haben will,
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Und schweigt, so bald sie zörnt, klug und behutsam still.
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Jetzt sah sein Auge kaum den Unglücks-vollen Bogen,
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Und seine Gönnerin so beissend durchgezogen:
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So rückte seine Hand den tiefgesetzten Huth,
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Und Mine, Blick und Gang verriethen treue Wuth:
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Indem er lief, die Schrifft der Neuberin zu zeigen,
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So konte schon voraus sein Bieder-Mund nicht schweigen;
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Er redte mit sich selbst. Vergebens grüßt man ihn:
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Es fehlt ihm an der Zeit, den Huth herab zu ziehn.
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Ha! schrieh er, klar und laut, schon in der Stuben-Thüre:
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Da haben wir die Frucht, die bringet uns Alzire!
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Und hiermit warf er nun der sichern Neuberin,
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Die Schmäh-Schrifft auf den Tisch, sich in den Lehn-Stuhl hin.
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Sie las sie lächelnd durch, und straffte sein Betragen;
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»was ist es, sprach sie, mehr? Der Neid sucht uns zu schlagen.
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Dieß, Suppig, macht mich groß, und meinen Muth nicht klein;
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Was schlechtes kan an uns nicht zu beneiden seyn.
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Die Götter zittern nicht, wenn Typhon Berge thürmet,
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Und, aus Verwegenheit, den Himmel selbst bestürmet;
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Ein Blitz des Jupiter, ein Pfeil des Delius,
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Mehr braucht die Gottheit nicht, daß Typhon stürtzen muß.
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Ist Gottsched unser Feind, die Kunst wird uns beschützen;
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Die Kunst, durch welche wir der Kenner Huld besitzen.
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Was schadets, daß man uns hier fälschlich Fehler zeigt,
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Genug, so bald mein Fuß nur auf die Bühne steigt,
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So wird, wer Gottscheds Freund, und unser Feind gewesen,
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Die abgeschmackte Schrifft mit gröstem Eckel lesen.
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Vergieb, sprach Suppig drauf, das, was mir weh gethan,
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Ist dieß, man dichtet uns so gar den Brodneid an.
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Gesetzt, wir handelten auch öffters unbedächtig,
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So ist doch dieser Neid für uns zu niederträchtig.
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Der blinde Pöbel glaubts, und ziehet unser Chor,
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Noch mit genauer Noth dem starcken Manne vor.
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Ist bey den deutschen nicht der Schau-Platz gnug verachtet,
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Daß Gottsched ihn, durch uns, noch mehr zu stürtzen trachtet?
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Ist dieß der Danck, daß erst, durch dich, sein Trauer-Spiel,
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Die Iphigenia, der Stadt ins Auge fiel?
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Sein Cato hat durch dich, den wahren Ruhm erworben;
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Und, ohne dich, war auch der Kulmus Fleiß verdorben:
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Du spieltest, was sie schrieb; Was wunder, wenn dein Lob
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Die Uebersetzungen der magern Muse hob?
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Nun giebt man dir den Lohn; nun schimpft man unsre Bande.
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Dein ist der gröste Schimpf, wir theilen nur die Schande;
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Nach dir benennt man uns, dein Nahm ist nur bekannt,
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Uns wird dadurch nichts mehr, als nur dein Ruf, entwandt.«
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Allein, ihr Hertz blieb groß, wie es zuvor gewesen.
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Sie forderte das Blatt, es noch einmahl zu lesen;
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Doch, weil ihr Geist den Schimpf des Brodneids nicht ertrug,
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Versah es ihre Hand, daß sie ein Schnippgen schlug.
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»zwar, sprach sie, solten wir zu diesem Schimpfe schweigen;
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Doch lasset uns einmahl dem frechen Feinde zeigen,
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Daß allemahl der Schimpf auf den zurücke fällt,
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Der sich vor groß genug, uns zu beschimpfen hält.
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Mich kostets wenig Müh, ihn lächerlich zu machen;
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Laßt sehn, wen Leipzig wird von uns zu erst verlachen!
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Wohlan, ich werd einmahl sein Aristophanes,
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Vielleicht ist Gottsched nicht so klug als Socrates;
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Vielleicht gelingt es mir «– – – hier schwieg sie plötzlich stille,
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Ihr Ernst beschämete die cumische Sibille;
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Sie rührte keine Hand, ihr Auge war verrückt;
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Ihr Geist, durch einen Glantz der Götter-Pracht entzückt.
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Sie stirbt! schrieh Suppig laut: Die Ohnmacht ist zu hefftig,
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Gleich Schauers Balsam her! Hier war kein Balsam kräfftig;
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Man bracht ihm noch darzu ein Ungrisch-Wasser-Glaß,
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Mit beyden macht er ihr so Schlaf als Wirbel naß.
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Er brach die Daumen aus, und iedes Gliedgen knackte,
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Er griff ihr an den Puls, der schlug im schönsten Tacte.
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Die Hände waren warm, der Cörper noch gesund,
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Doch öffnete sie erst, nach langer Zeit, den Mund.
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»was macht ihr? fragte sie: was soll der Balsam dienen?
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Mir ist die Schauspiel-Kunst in ihrer Pracht erschienen.
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Von jenem Winckel her kam mir ein Schimmer nah,
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Und eh ich mich besann, stund schon die Göttin da.
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Wie sehr, wie sehr war sie nicht über mich erhaben!
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Am Ansehn, welches ihr erst die Cothurnen gaben;
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An Strahlenkreise selbst, womit ihr Haupt umkräntzt,
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Wie Cephals Räuberin am frühen Morgen gläntzt;
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Am Spiegel in der Hand konnt ich die Göttin kennen.
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Die wir Beschützerin von unsrer Bande nennen.
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Sie zog die Larve weg, und ihr entblößter Mund,
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That eurer Neuberin den Willen also kund:
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›wer meinen Priestern schmäht, den muß ich selber hassen,
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Wer mir Altäre setzt, den werd ich nie verlassen;
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In Deutschland hab ich dir mein Heiligthum vertraut,
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Wo mir dein Fleiß zuerst den Tempel aufgebaut.
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Die, vor und neben dir, mir fälschlich dienstbar waren,
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Die hab ich nie erkannt; ich hielt sie für Barbaren.
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Dich hab ich mir erwählt, räumt dirs der Neid nicht ein:
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Getrost! Beweis es ihm, ich will dein Zeuge seyn.
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Auf! treue Neuberin, den Vorsatz auszuführen!
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Laß deinen Feind die Macht von meinem Schutze spühren!
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Auf! weiß ihm nur das Bild der leeren Tadelsucht:
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Der eigne Schatten treibt das Laster in die Flucht.
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Der volle Schauplatz soll zur Aehnlichkeit nicht schweigen,
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Und ist dein Feind dabey mit Fingern auf ihn zeigen.
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Kurtz, bild und stell ihn vor, damit ihn jeder kennt,
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Der deinen Tadler hört und ihn auch Gottsched nennt.
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Der Menschen Thorheit wird am besten vorgestellet,
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Wenn sich die Handlung selbst dem Bilde zugesellet;
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Zu diesem Vortheil hilfft der Dicht-Kunst meine Krafft,
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Die dem, was sie gemahlt, das wahre Leben schafft.
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Auf! Gottscheds Bild der Welt entlarvet vorzulegen!
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Mein Feuer soll sich selbst in deinen Adern regen.
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Dieß will ich. Mein Befehl prägt dir noch dieses ein:
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Wer recht gehorchen will, muß gleich gehorsam seyn.‹
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Das Schrecken hatte mir die Zunge noch gebunden,
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Jedoch die Göttin war, ich weiß nicht wie, verschwunden.
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Mein Geist erhohlte sich, ich bin wie aufgewacht;
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Da seh ich, daß ihr euch mit mir zu schaffen macht.
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Der glückliche Befehl, den ich anietzt vernommen,
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Soll mir zu keiner Zeit aus dem Gedächtniß kommen.«
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Doch Suppig lächelte, und redete gantz frey:
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»was du gesehen hast, halt ich für Phantasey.
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Der Rath gefällt mir zwar, den du mir selbst gegeben,
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Nur kan ich de Vernunfft so starck nicht wiederstreben,
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Daß ich bekennen soll, daß Künste Götter sind:
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Ich sah die Göttin nicht, und war doch auch nicht blind.«
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O! sprach die Neuberin, an statt sich zu erzörnen:
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»dein irdisch Auge wird sie noch erblicken lernen.
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Geduld! biß du genung von mir erzogen bist,
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Vielleicht, daß dir alsdann die Göttin gnädig ist.«
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Das gröste Glücke war, daß Suppig dieses sagte:
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Wer ist, der sich sonst ihr zu widersprechen wagte?
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Doch war es gut, daß gleich der Schneider Schultze kam,
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Der ihr ein frisches Maaß zu dem Jenenser

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Der Mann, so plump er scheint, ist öffters recht poßierlich:
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Wenn seine Rolle kömmt, so spielt er sie manierlich;
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Zuweilen braucht sie ihn: er füllt die Lücke voll,
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Wenn einer fehlt, der nur sechs Worte sagen soll.
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Auch dem erzehlte sie: Mir ist die Kunst erschienen
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Die Kunst, der ich und du, jedoch besonders dienen.
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Ihr Mund verschwieg ihm nichts, auch keine Kleinigkeit;
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Auf Weiber-Lippen wohnt nicht die Verschwiegenheit.
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Er, welcher alles glaubt, hielt sie dadurch für grösser,
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Und sich, weil er ihr dient, auch selbst für etwas besser.
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Ihm stieß das Handwercks-Blut mit Ehr-Geitz in der Brust;
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Er schimpft auf Gottscheds That mit Pöbelhaffter Lust.
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Der Einfalt Treue kan auch grosse Hertzen rühren;
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Der Mann ließ nicht umsonst den blinden Eyfer spühren:
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Aus Großmuth warf sie ihm den letzten Gulden hin,
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Und sprach: Vertrinck dieß Geld aufs Glück der Neuberin.

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Kaum war der Schneider weg, so rief sie: »Laßt uns Dichten!
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Was könnten wir anietzt wohl herrlichers verrichten?
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Ein ungewohnter Trieb flammt meine Geister an,
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Sonst hats die Dicht-Kunst auch, doch nie so starck gethan.
199
Wohlan ein Vorspiel soll den stoltzen Tadler mahlen!
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Hier, Suppig, will ich ihn, wie ers verdient, bezahlen.
201
Wer den Professor kennt und meinen Tadler hört,
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Soll, wenn er Gottscheds Wind auch noch so eyfrig ehrt;
203
Des Bildes Aehnlichkeit dem Nachbar doch verrathen,
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Und sagen: was man spielt, sind warlich Gottscheds Thaten.«
205
Sie satzte sich und schrieb, man ließ sie gantz allein.
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Es stelleten bey ihr sich zwar Gedancken ein;
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Nur schien der Reim sie noch verräthrisch zu verlassen:
208
Er mußt, als Gottscheds Freund, des Dichters Feindin hassen.
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Wie lange suchte sie ein Reim-Wort auf Geduld!
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Ihr Blick durchwanderte die Wörter, Pult, Schuld, Huld;
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Umsonst, auch Huld
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Sie schrieb die Zeilen hin, sie wieder auszusteichen.
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O! rief sie, Göttin, gib dem Eifer ietzt Gehör!
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Was du mir aufgelegt wird deiner Magd zu schwer.
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Soll meine Schwachheit ietzt von deiner Größe singen,
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So hilf mir dieses mahl den wilden Reim bezwingen.
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Kaum daß sie dieß gesagt, so regte sich ihr Kiel,
218
Aus dem ein Dinten-Klecks auf ihren Bogen fiel.
219
Und hierdurch schien ihr selbst die Göttin zu entdecken,
220
Sie würde gantz gewiß des Feindes Ruhm beflecken.

221
Nun schrieb die Neuberin von neuem wieder fort.
222
Der Reim war gleich bereit, auch auf das schwerste Wort.
223
Nun brauchte sie nicht mehr dem falschen nachzueilen,
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Er kam und hieng sich ietzt von selbst an ihre Zeilen.
225
Und eh ein Tag vergieng und eine Nacht verstrich,
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War auch das Vorspiel da. Nun Gottsched hüte dich!
227
So hoch war kaum die Kunst im Attila getrieben,
228
Auf den selbst
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Auf, grosse Neuberin! Auf! Zeige nun der Stadt,
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Ein Werck, wobey die Kunst den Reim gebändigt hat!
231
Den letzten Angriff hat nur noch dein Mund zu wagen,
232
Den dir geraubten Ruhm gedoppelt zu erjagen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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