[wo wil hin Nürenberg dein Ruhm]

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Johann Klaj: [wo wil hin Nürenberg dein Ruhm] (1636)

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Wo wil hin Nürenberg dein Ruhm und so viel Ehre?
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Es gehet überweit der weltbekante Preiß/
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Den dir mit Vberfluß bringt deiner Kinder Fleiß
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Durch Tugend/ Witz und Kunst/ im Werk und in der Lehre.
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Vnd diß ist nicht genug; wie manche fremde Hand
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Bewürdigt dich vielmehr als selbst ihr Vaterland/
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Das fast vergessen bleibt/ in dem du wirst erhoben?
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Was hat vom Kaiser selbst der erste Römsche Schwan/
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Aus Teutschland dir gekrönt/ an deiner Stadt gethan/
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Wann er die güldne Zeit gewendet auf dein Loben.
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Jetzt/ daß ich andrer schweig/ in unsrer Muttersprach/
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Herr Klai diesen folgt mit klugen Schrifften nach/
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Thut viel/ was nie gethan. Er ehret durch sein Singen
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Nicht sonder deinen Ruhm/ die Ehre des/ den du
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Mit reinen Kräfften ehrst! So lauffen auf dich zu
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Der Teutschen Mittelpunct/ die Teutschen Ehre bringen.
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Wol euch/ Herr Klai/ denn/ daß euch gehöret hat
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Aus dieser Neronsburg euch unsre Vaterstadt.
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Seht/ wie sie sich erhebt und schauet/ was ihr treibet/
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Aus halber Aschen an! drüm nemt hinfort in Acht
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In Nürnberg Meissen auch und ziehet in Bedacht/
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Daß jenes Amme zwar/ diß dannoch Mutter bleibet/
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Ich will/ so viel ich kan/ mit euch auch stimmen ein
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Vnd wann ich sonst nichts mag/ doch euer Echo seyn.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Johann Klaj
(16161656)

* 01.01.1616 in Meißen, † 01.01.1656 in Kitzingen

männlich

deutscher Dichter der Barockzeit

(Aus: Wikidata.org)

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