[im Prunkgemach, worin die kühle Luft]

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Georg Friedrich Daumer: [im Prunkgemach, worin die kühle Luft] (1837)

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Im Prunkgemach, worin die kühle Luft
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Durchwonniget von reichem Ambraduft,
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Da ruhten in behaglichem Verein
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Drei schöne Kinder traulich und allein,
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Und man beschloß, geheime, zarte Sachen
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Im Wettgesange reimend kund zu machen;
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Ein Beutel Goldes sollte für den Sieg
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Und ich der Richter sein in diesem Krieg.
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Nicht ohne Scheu sofort zum Anbeginn
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Verkündete die erste Sängerin:
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»ich schlummerte; da nahte meine Lust
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Und weckte nicht – o trauriger Verlust!«
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Die andere, nicht ohne Rückbehalt,
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Entschleierte sich im Sange dergestalt:
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»mit meinem Freund im Traume koset' ich;
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O träumte mir so schön allewiglich!«
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Nun kam die Reih' auch an die dritte Schöne,
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Und es verriethen ihre Silbertöne:
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»sink' ich dahin in seinem Arme süß,
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Mein Lager wird zum Rosenparadies.«
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Drauf hat man eine Sklavin abgesendet
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Und mir die Verse sämmtlich eingehändet.
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Ich krönte rasch den dritten Wettgesang,
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Denn holde Wahrheit athmete sein Klang.

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Noch aber ist die Mähre nicht geendet;
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Bald wurde mir noch etwas eingehändet;
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Ein Beutel mit Dukaten ward gesendet.
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Die Siegerin, was ich ihr zugewendet
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Durch meinen Spruch, das hat sie

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Georg Friedrich Daumer
(18001875)

* 05.03.1800 in Nürnberg, † 13.12.1875 in Würzburg

männlich

deutscher Religionsphilosoph und Lehrer von Kaspar Hauser (1800-1875)

(Aus: Wikidata.org)

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