[das Aethermeer, das nächtige]

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Georg Friedrich Daumer: [das Aethermeer, das nächtige] (1837)

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Das Aethermeer, das nächtige,
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Erglänzet in des Mondes hehrem Glanze;
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Schon blicket er, der prächtige,
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Durch's dunkle Laub als goldne Pomeranze.

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Es streuet ihm die Lilie
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Weihrauch empor; es hangt an ihm bezaubert
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Bülbül, die tonkunstmächtige,
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Und grüßet ihn mit ihrer süßen Stanze.

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Doch, ach, wie stolz erhebt er sich,
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Damit er nie zu Hoffnungen, zu schönen,
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Die Sängerin berechtige,
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Und nie die stille, liebevolle Pflanze! –

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Du bist der Mond, die Lilie
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Ist mein Gemüth und Nachtigall die Lippe,
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Die dir umsonst andächtige
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Gebete weiht die Sommernacht, die ganze.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Georg Friedrich Daumer
(18001875)

* 05.03.1800 in Nürnberg, † 13.12.1875 in Würzburg

männlich

deutscher Religionsphilosoph und Lehrer von Kaspar Hauser (1800-1875)

(Aus: Wikidata.org)

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