[o Gott, will dich nun preisen]

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Friedrich Spee: [o Gott, will dich nun preisen] (1613)

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O Gott, will dich nun preisen,
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Preisen ohn vnterlaß.
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Ehr will ich dich beweisen,
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Daß hell vnd Teuffel raß.
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Wan dich nur recht mag loben,
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Frag weiters nirgend nach,
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Wan schon all welt solt toben,
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Wolt ich fortfahren doch.

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Dich meinen Gott vnd Herren
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Will ich hertzwillig sein
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Mit lobgesang zu ehren,
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Biß in das grabe mein:
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Ja wan schon ich geh schlaffen,
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Schlaffen wol in daß grab,
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Will dir doch lob verschaffen;
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Soll drum nit nemen ab.

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Nach mir will ich verlaßen
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In meinem Testament,
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Ein liedlein schön ohn massen
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Zum Gottes lob verwendt.
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Daß wird noch wol erklingen.
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Ob ich schon storben bin:
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Es werdens andre singen,
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Wan ich schon bin dahin.

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Dan auch mein geist wird springen,
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Hoch in des Himmels Saal,
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Vnd frölich sich erschwingen,
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Mit hellem frewdenschall.
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Auff harffen wird er schlagen
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Das Alleluja rein,
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Mag dan wol frewdig sagen,
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Da recht, so muß es sein.

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Ach springt nun vmb vnd vmben,
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Ihr Engel Gottes all,
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Last jauchtzen, spielen, trummen,
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Laßt gehn posaunen schall.
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Laßt pfeiffen, lauten, geigen,
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Gar lieblich gehn zu hauff,
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All ehr last Gott erzeigen:
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Nur bald; bald auff, bald auff.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Spee
(15911635)

* 25.02.1591 in Düsseldorf, † 09.08.1635 in Trier

männlich, geb. Spee

| Pest

deutscher Jesuit, Moraltheologe, Lyriker und geistlicher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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