[o narrheit groß! wilst nackt, vnd bloß]

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Friedrich Spee: [o narrheit groß! wilst nackt, vnd bloß] (1613)

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O narrheit groß! wilst nackt, vnd bloß
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Bald, bald, von hinnen reisen.
3
Dein hab, vnd gut, dein frisches blut
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Sol tod, vnd würme speisen.

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Ach sage dann: was dir hab than
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Der Gottes Sohn so gütig?
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Nichts soll er han? nichts wilt ihm lahn?
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Wie bist gen ihm so mütig?

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Der grausam Tod kompt nur allein,
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Daß er dich bring vmbs leben,
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Doch all das dein: soll ihme sein
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Ihm wilt es alles geben?

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Wolan fahr hinn: nach deinem sinn,
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Hör niemands rath in trewen,
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Gott sey schabab: Tod alles hab;
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Sehr bald wirds dich gerewen.

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Die naß wird er dir schneiden ab,
18
Die läfftzen, vnd die ohren;
19
Vnd wird dich schenden in dem grab;
20
Solch lohn gebürt den thoren.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Spee
(15911635)

* 25.02.1591 in Düsseldorf, † 09.08.1635 in Trier

männlich, geb. Spee

| Pest

deutscher Jesuit, Moraltheologe, Lyriker und geistlicher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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