[o weh der schwinden trawrigkeit!]

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Friedrich Spee: [o weh der schwinden trawrigkeit!] (1613)

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O weh der schwinden trawrigkeit!
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Was wird die Mutter sagen?
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O weh, was bitter hertzen leid?
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Was heulen, vnd was klagen?

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Ach trawre du schöns wäldelein,
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Darin die that beschehen;
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Ach trawret ihr Waldvögelein,
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Die ihrs vielleicht gesehen.

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Ja trawret auch ihr grüne zweig,
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Last alle bletter reisen,
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Für leid must ihr verwelcken gleich,
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Ohn safft, vnd ohne speisen.

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Ach frommes Kind: wie bist gesinnt?
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O gluck, wo bist verblieben?
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Ein böser Wind: es hat geschwind,
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Geschwind in lufft getrieben.

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Ach, ach, daß mans nit vorgesehn!
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Was gluck war dir in henden?
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Nun ist es hin: es ist geschehn:
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Mans nunmehr nit mag wenden.

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Fürwar das glück: hat seltzam tück,
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Bald kompt es anher lauffen,
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Geht bald zu rück: übt seine stück,
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Stöst alles vber hauffen.

25
Ach Tochter, aller Töchter Cron!
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O weh, nur weh dir armen!
27
Nur lauter leid wird dir zu lohn;
28
O Gott laß dichs erbarmen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Spee
(15911635)

* 25.02.1591 in Düsseldorf, † 09.08.1635 in Trier

männlich, geb. Spee

| Pest

deutscher Jesuit, Moraltheologe, Lyriker und geistlicher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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