[so bald die Sonn: verjagt den Mon]

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Friedrich Spee: [so bald die Sonn: verjagt den Mon] (1613)

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So bald die Sonn: verjagt den Mon,
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Vnd sich bekleid mitt stralen,
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Auch zart vnd rein: mit purpurschein
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Die berg, vnd feld thut malen,
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Wunsch ich in heisser lieb entzünd
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Daß Gottes nahm der reine,
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Recht in der Sonn gemahlet stünd
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Mit noch so klarem scheine;
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Vnd dan mit sampt der Sonn geschwind
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Die welt thet vber-fahren;
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Damitt doch alle menschen kind,
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Man, weib, jung, alt von jahren,
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Beid arm vnd reich, beid groß vnd klein,
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Den nahmen dises Herren,
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So vill es immer mögte sein,
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All theten doch verehren.

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Wan aber nacht: den tag verjagt,
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Vnd thier vnd menschen schlaffen,
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Auch sich auffmacht: die Sternenwacht,
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Bekleid in gülden waffen;
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Wünsch ich, der nahm des Herren wer
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In iedem Stern geschrieben:
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Vnd weil der Himmel eilet sehr,
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Mit ihn wurd vmbgetrieben:
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Damit doch immer tag, vnd nacht
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Thet leuchten also prächtig,
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Voll herrlichkeit, vnd ehren pracht
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Der Gottes nahm allmächtig.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Spee
(15911635)

* 25.02.1591 in Düsseldorf, † 09.08.1635 in Trier

männlich, geb. Spee

| Pest

deutscher Jesuit, Moraltheologe, Lyriker und geistlicher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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