[zu dir auß tieffem grunde]

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Friedrich Spee: [zu dir auß tieffem grunde] (1613)

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Zu dir auß tieffem grunde
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Hab ich geruffen, Herr:
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Ach höre mich zur-stunde,
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Nit bleibe doch so ferr.
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So du die zahl der sünden
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Villeicht wolst schawen an,
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Wer würd ohn schanden könden
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Vor deinen augen stahn?

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Ein gnaden Meer verschloßen
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In deinem hertzen ligt,
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Das komt mit hauff gefloßen,
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Wan vns die noth anficht:
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Drumb nie will ich verzagen,
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Auff ihn will harren fäst,
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Wan mich bey trüben tagen
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Schon liecht, vnd glantz verläst.

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Ach Israël mich höre,
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Was dir von hertzen rath;
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Kein vngemach dich störe,
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Nit zage früh, noch spath:
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Wan sich der tag entzündet
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Zur ersten morgen-wacht,
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Dein hoffnung sey gegründet
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Auff Gott, biß in die nacht.

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Auff ihn wer sich geleinet
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Mit festem helden-mut,
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Die gnad ihm bald erscheinet,
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Der streit kompt ihm zu gut.
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Dan vnser Gott so milde,
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Voll süß- vnd gütigkeit,
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All vnser schutz, vnd schilde
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Verbleibt in Ewigkeit.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Spee
(15911635)

* 25.02.1591 in Düsseldorf, † 09.08.1635 in Trier

männlich, geb. Spee

| Pest

deutscher Jesuit, Moraltheologe, Lyriker und geistlicher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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