Warum, ihr herren diser welt

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Georg Rodolf Weckherlin: Warum, ihr herren diser welt Titel entspricht 1. Vers(1618)

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Warum, ihr herren diser welt
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seid ihr den lastern so ergeben?
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wird euch ohn tugend euer geld,
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nachdem ihr tot, wider beleben?
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Euch mag villeicht ein lüginmund
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um ein erbetteltes almosen
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mit liederlichem lied, ohn grund,
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ohn leben und geschmack, liebkosen:
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Doch kan ihr lied, wie eure ehr,
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die zugleich kriechend auf der erden
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seind allen ehrliebhabern schwer
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(recht euerm taback gleich) nicht mehr
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dan rauch, gestank und aschen werden.

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Ich, den des himmels gütigkeit
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mit einem solchen geist ergetzet,
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der rühmlich in die ewigkeit
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bald einen werten namen setzet,
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Kan leider! jetz in dem Teutschland
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sehr wenig nach lob strebend finden,
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weil vil sich lassen (pfui der schand!)
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durch lust, forcht oder geiz verblinden.
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Darum auch die, so wider recht
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stark oder faul endlich verderben
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und der wut oder trägheit knecht,
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unmenschlich, teufelisch, torecht,
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den thieren gleich, ohn namen sterben.

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Dan es nu recht, daß die person,
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die in der that ihr wert erwiesen,
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und die schon hat der tugend kron,
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weltkundig werd und hoch gepriesen.
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Warum dan, mein freind, der du dir
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laßt meine vers sehr wol gefallen,
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laß ich nach schuldiger gebühr
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von dir nicht mein gesang erschallen?
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Wär mein undankbare trägheit
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nicht billich von dir anzuklagen,
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wan ich nicht solt mit der warheit
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für der welt, deines lobs klarheit
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zu singen, mich gebürlich wagen?

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Die neun göttinnen, deren lehr
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belohnet uns mit grünen kränzen,
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rein zu erhalten ihre ehr
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seind nicht wie huren, die fuchsschwänzen;
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Doch seind sie auch so gar stolz nicht,
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wie jetz gemeinglich die jungfrauen,
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die mit gefälschtem angesicht
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mit saur gerünzelten augbrauen,
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Mit einem kalten affenblick,
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mit schimpflich lächlendem angaffen
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ein herz, das schon in ihrem strick
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sie ehret als sein bestes glück
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und liebend lobet, schnell abschaffen.

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Die tugend, als die beste frucht,
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die man in ihrer schul erfasset,
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gebeut uns aller laster flucht
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und daß der undank werd gehasset:
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Und ein lehrreiches lobgesang,
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mit müh und zier recht ausgesetzet,
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ab dessen frölich frischem klang
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der götter herz sich selbs ergetzet,
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Ist der dank für die, so mit gunst
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gern der poeten lieb verbinden,
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und lobet sie mit solcher kunst
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daß sich die zeit bemüht umsunst,
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ihr stetes lob zu überwinden.

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Nu dir versprich ich und gelob
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(will dir es auch steif ferners halten),
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daß deiner tugend ruhm und lob
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soll weder sterben, noch veralten;
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Dan ich will sie so tief und klar
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der ewigkeit portal einetzen,
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daß das allfressend starke jahr
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sie nicht soll ändern noch verletzen:
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Ich will mit so getreuem mund
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(wan ja die Musen nicht betriegen)
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dein leben machen also kund,
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daß man sich darab alle stund
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soll, wie du dich ab mir, vernügen.

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Gleichwie man in der finstern nacht
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das firmament voll stern kan sehen:
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so sihet man der tugend pracht
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frisch blühend nur auf dir bestehen.
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Du bist recht den halbgöttern gleich,
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vor alter zeit so hoch geehret,
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und Amor wie Mars hat sein reich
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durch dein gesicht und herz vermehret:
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Zierd, höflichkeit, verstand, wolstand,
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die haben deine seel ganz innen,
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daß leichtlich du in allem land
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kanst mit dem mund und mit der hand
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der menschen herzen bald gewinnen.

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Ja das gestirn, durch dessen reis
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die welt ihr täglich lasset zünden,
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sicht alles zwar in dem umkreis,
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kan aber niemand dir gleich finden:
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Dein glaub, treu und beständigkeit
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seind an purheit nicht zu vergleichen,
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wie dan auch deine dapferkeit
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darf keines heldens kühnheit weichen:
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Und deines frülings süße blust
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so lieblich riechet schon auf erden,
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daß das Teutschland in seiner brust
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mit wunder und mit großem lust
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spricht, daß dein herbst muß fruchtreich werden.

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Doch wie vil früchten hat es schon
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von deiner dapfern faust empfangen?
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sicht man nicht einen baum mit wohn
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zumal voll blust und früchten hangen?
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Also bist du; dir ist nicht gnug
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persönlich einen hof zu zieren,
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beredt, erfahren, emsig, klug
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in vilen sprachen zu studieren:
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Sondern du zeuchst herzhaft hinaus,
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kühn in dem läger einzukehren,
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vil lieber dan in einem haus,
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da du dan deine feind mit graus,
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was du erlernet, bald kanst lehren.

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Ein schlechtes und verzagtes herz
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entsetzet sich ab den gefahren,
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und seine forcht, die selbs ein schmerz,
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kan es nicht sicher gnug bewahren:
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Ja ist es nicht ein große schmach,
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daß die, die nur zu sterben leben,
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so faul von leib, von mut so schwach,
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sich darfen nicht dem krieg ergeben?
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Sehr elend ist der durch kleinmut
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muß krank auf seinem bet lang zagen,
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und selig ist der, so sein blut,
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sein leben, seine ruh, sein gut,
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für gottes ehr, in wind darf schlagen.

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Also thust du. Die weite welt
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wird solches nimmermehr verschweigen,
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und in dem Teutschland manches feld
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wird solches allzeit gern bezeugen:
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Jedoch wan ich mit höherm ton
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einmal sing von dem potentaten,
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der dein, gleich wie auch du sein, wohn,
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wan ich erkling laut seine thaten,
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Alsdan soll dein und andrer preis,
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die ihm wol dienen, klar erschallen;
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entzwischen laß nach deiner weis
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dir, Ponica, den schlechten fleiß,
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den mein herz reich macht, nicht misfallen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Georg Rudolf Weckherlin
(15841653)

* 15.09.1584 in Stuttgart, † 23.02.1653 in London

männlich

deutscher Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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